2020: Graz startet E-Scooter-Offensive mit 300 E-Scootern und 300 Leihrädern

In Wien wird gerollt: In der Bundeshauptstadt können E-Scooter genutzt werden, auch Graz soll ein Sharing-Modell bekommen.
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Das Verkehrsressort legt einen Grundsatzbeschluss vor: Läuft alles nach Plan, wird im Frühjahr gestartet.

300 E-Scooter und 300 – nicht elektrische – Leihräder sollen es sein, die von Grazern ab 2020 in Anspruch genommen werden – geht es nach dem Verkehrsressort. Dieses wird heute dem Verkehrsausschuss einen Grundsatzbeschluss vorlegen, der im morgigen Gemeinderat beschlossen werden soll. Wird dieser genehmigt und verläuft die darauffolgende Ausschreibung positiv, kann das Sharing-Modell bereits im Frühjahr 2020 starten.

Trend gegen "Wildwuchs"

"Wir wollen diese Form von Mikro-Mobilität nicht verhindern, sind aber sehr bedacht darauf, dass negative Begleiterscheinungen möglichst von Vornherein vermieden werden", sagt Verkehrsstadträtin Elke Kahr. Einerseits möchte man diesen Trend nicht außer Acht lassen, andererseits aber auch "Wildwuchs", wie er aus anderen Städten bekannt ist, verhindern. "Deshalb haben sich die Abteilung für Verkehrsplanung und das Straßenamt genau mit den Konditionen befasst und einen soliden Rahmen entwickelt", so Kahr weiter. Ihr ist wichtig, neben dem Scooter-Verleih auch einen stationslosen Fahrradverleih zu ermöglichen. Dieser wurde, trotz mehrerer Anläufe, in Graz noch nicht realisiert.

Verteilung im Stadtgebiet

Das Konzept sieht vor, dass zwei Anbieter, jeweils einer für E-Scooter und einer für Leihräder, 300 Stück E-Scooter und 300 Leihräder zur Verfügung stellen und damit einen privatrechtlichen Vertrag mit der Stadt Graz eingehen. Die Geräte, deren Ausstattung der Straßenverkehrsordnung entspricht und die mit einem Nummernsystem gekennzeichnet sind, sollen auf dafür ausgewiesenen Stellplätzen im öffentlichen Straßenraum bereitgestellt werden. "Standorte werden die Innenstadt, Universitäten, die Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof, weitere Nahverkehrsknoten und Bahnhöfe, Multimodale Knoten, Märkte und Stadtentwicklungsgebiete sein", erklärt die Stadträtin und betont, dass auf eine gute Verteilung innerhalb des Stadtgebietes geachtet wird.

Befristung und Evaluierung

Die Vertragspartner sollen täglich für die Einsammlung und Re-Positionierung sorgen und sich darüber hinaus verpflichten, ihre Daten der Stadt Graz für Evaluierungszwecke zur Verfügung zu stellen, da diese plant, eine "MaaS"-App (Mobility as a Service) einzuführen.
Für die E-Scooter und Leihfahrräder ist ein Mindestentgelt von 24 Euro je Fahrzeug und Jahr vorgesehen, eine Haftpflichtversicherung soll vom Betreiber gegeben sein. Die Betreiber sollen ihre Fahrzeuge auch mittels "Geofencing", also räumliche und tempomäßige Beschränkungen, dirigieren können. "Sollte dieses Modell eingeführt werden, wird es zunächst auf ein Jahr befristet und dann evaluiert", meint Kahr abschließend.

In Wien wird gerollt: In der Bundeshauptstadt können E-Scooter genutzt werden, auch Graz soll ein Sharing-Modell bekommen.
Verkehrsstadträtin Elke Kahr: "Es haben sich bereits zwölf E-Tretroller-Anbieter mit ihrem Angebot an die Stadt Graz gewandt."
Autor:

Martina Maros-Goller aus Graz

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