Alexandra Leopold (IV): Sommerpraktikanten müssen mehr Einsatz und Engagement zeigen!

Fordert Bemühen der Praktikanten: Alexandra Leopold
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In der vergangenen Woche forderte die Leiterin der Abteilung Bildung in der Arbeiterkammer, Ursula Strohmayer, an dieser Stelle eine fairere Behandlung für Sommerpraktikanten. Angemessene Bezahlung, Urlaubsanspruch und Sozialversicherung seien ein Muss. Alexandra Leopold, Vorsitzende des Industrieforums Human Resources der Industriellenvereinigung, ist der Meinung, dass dafür auch von Seiten der Ferialpraktikanten und Sommerjobber entsprechendes Engagement erwartet werden darf.

Einmal ohne Handy

Leopold erklärt, dass die Unternehmen von den Praktikanten nichts Unmögliches verlangen würden: "Lernbereitschaft, Verlässlichkeit und Engagement – also alles keine unerfüllbaren Anforderungen. Und man sollte es auch einmal eine Zeit lang ohne Handy, Whatsapp und Co. aushalten können." Die Expertin verweist auf die Perspektiven, die man sich durch Praktika schaffen kann: "Mit Engagement und Einsatz kann man in jedem Unternehmen punkten. Wer darüber hinaus fachliches Wissen einbringen kann und sich im Team eingliedert, steigert die Chancen, im nächsten Jahr wieder kommen zu können oder vielleicht nach Ausbildungsabschluss sogar den ersten Job in der Tasche zu haben.“

Nicht verscherzen

Für die Unternehmen sei es laut Leopold wichtig, die Anforderungen flexibel zu gestalten. "Die Erwartungen müssen realistisch und alters- beziehungsweise ausbildungsgerecht angesetzt werden. Dementsprechend werden die Aufgaben ausgewählt und verteilt." Weiters berichtet Leopold, die selbst für den Bereich Human Resources bei der Firma Rosendahl Nextrom tätig ist, dass die Unternehmen bei der Auswahl der Praktikanten an die eigene Zukunft denken. "Ferienmitarbeiter sind oft Angehörige von Mitarbeitern, denen die Möglichkeit des Geldverdienens geboten wird oder gezielt ausgewählte Schüler und Studenten, um diese als potenzielle Mitarbeiter der Zukunft kennenzulernen." In beiden Fällen würden sich die Firmen keine Fehler erlauben können, um es sich nicht mit aktuellen oder zukünftigen Mitarbeitern zu verscherzen. Die Unternehmen haben also große Verantwortung. Wie die Expertin betont, ist die Verantwortung der Praktikanten aber mindestens ebenso groß. 

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