Schutz der Insekten und Vögel - Tierschutzvolksbegehren
Besuch beim Verein 'Kleine Wildtiere in großer Not' in Graz

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages des Tierschutzvolksbegehrens zum Schutz der Schmetterlinge, Bienen und Vögel haben wir heute in Graz dem Verein Kleine Wildtiere in großer Not einen Besuch abgestattet. Neben Füchsen, Mardern, Ottern, Rehkitzen, Eichhörnchen, Waschbären und Igeln werden dort zur Zeit auch Kauze, Schwalben, Rotschwänze, Bachstelzen, Elstern, Raben und Enten gepflegt. Die verwaisten und verletzten Vögel werden versorgt, gesund gepflegt und danach wieder ausgewildert, so wie alle anderen Tiere auch. Tiere mit bleibenden Beeinträchtigungen haben hier Daueraufenthalt.
Die Vögel sind entweder Insektenfresser, wie zB die Meise und die Grasmücke. Dies kann man an ihren langen spitzen Schnäbeln erkennen. Auch viele der Körnerfresser sind in der Zeit des Aufwachsens Insektenfresser. Von Frau Großmann, der Obfrau des Vereins erfahren wir, wie im städtischen Raum dem Rückgang des Nahrungsangebots für Wildvögel begegnen können.
Wichtig sind Bäume mit langer Blütezeit, wie zB verschiedene Obstbäume, wie Apfelbaum und Kirschbaum. Auch Kräuter und Wiesenblumen, die bis zum Abblühen stehen bleiben, würden das Nahrungsangebot für Insekten und Vögel vergrößern. Sehr hilfreich wäre auch, den bereits eingeschränkten Lebensraum für Insekten und Vögel wieder zu erweitern. Neben Brombeeren- und Himbeersträuchern bieten auch sandige Böschungen und Totholz ungestörte Plätze für Insekten.
Für den Umgang mit offensichtlich aus dem Nest gefallenen Jungvögeln wird geraten, die unbefiederten Jungtiere an sich zu nehmen, zu wärmen und zu füttern. Die erwachsenen Vögel können Jungtiere nicht mehr zurück ins Nest befördern. Bereits gefiederte Jungvögel, die am Boden gefunden werden, kommen selbst zurecht. Sie trainieren je nach Art ihre Muskel 1 bis 4 Wochen lang, bevor sie fliegen können.
Die liebevolle Pflege der Tiere im Leechwald 24 Stunden hindurch zeugt von der großen Hingabe der Vereinsmitglieder an die Wildtiere in der Stadt. Zur Zeit können keine neuen Tiere zur Pflege aufgenommen werden, da der Verein kleine Wildtiere in großer Not einen neuen Standort sucht. Dafür wünschen wir baldigen Erfolg!

Vielen Dank für das Gespräch an Frau Großmann und die Teammitglieder! Ihre Arbeit hat unseren tiefen Respekt!

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