Bis Sommer 2021: Grazer Kulturjahr wird verlängert

Stellten das adaptierte Programm für das nun verlängerte Kulturjahr vor: Günter Riegler (r.), Christian Mayer
  • Stellten das adaptierte Programm für das nun verlängerte Kulturjahr vor: Günter Riegler (r.), Christian Mayer
  • Foto: Stadt Graz/Foto Fischer
  • hochgeladen von Christoph Hofer

Sport und Kultur werden im öffentlichen Diskurs, zumindest was die Vergabe von Förderungen und/oder finanziellen Zuwendungen betrifft, oft gegeneinander ausgespielt. Nicht so in Graz, wo das Kulturjahr aufgrund der speziellen Corona-Situation sogar fließend ins Sportjahr 2021 übergehen wird. Kulturstadtrat Günter Riegler und Programm-Manager Christian Mayer haben nämlich erst kürzlich bekanntgegeben, dass sich das Kulturjahr aufgrund der Unterbrechung bis August des nächsten Jahres verlängern wird. Der Stillstand kam sehr plötzlich daher, in Summe mussten im Zeitraum März bis Juni über 630 Einzelveranstaltungen abgesagt werden. Die vergangenen Monate wurden daher intensiv genutzt, um mit den einzelnen Projektträgern neue Ansätze und neue Termine zu erarbeiten. 

Drängende Gesellschaftsfragen

Ein Teil der Projekte wird nun auch in teils veränderten Formaten wieder sichtbar werden können, andere wiederum sind in diesem Jahr nicht mehr durchführbar, weil sie bestimmte Jahreszeiten oder starke Publikumsinteraktion benötigen. Mehrmonatige Projekte werden ins nächste Jahr ausweichen. Erste Premieren und Neueröffnungen gehen nun aber bereits im heurigen Juli über die Bühne. „DasKulturjahr wird die Grazerinnen und Grazer mit seinen Themen also nicht nur ab sofort durch
diesen Sommer und zurück ins öffentliche Leben begleiten sondern auch zeitlich ausgeweitet
und bis August 2021 verlängert“, sagt Kulturstadtrat Günter Riegler. „Nur so kann allen
Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit geboten werden, ihre Projekte auch umzusetzen."Thematisch sei man durch die Coronakrise noch mehr am Puls der Zeit als davor. "Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Verwerfungen bekommt das Motto des Kulturjahres ,Wie wir leben wollen' eine fundamental neue Dimension. Die 94 Projekte aus Kunst und Wissenschaft beschäftigen sich mit den drängenden gesellschaftlichen Fragen, die zur Zeit umso deutlich hervortreten.“ So erhielten Programminhalte wie Soziales Miteinander oder Arbeit von Morgen eine erschreckend aktuelle Dimension.

Ausgewählte Highlights im Sommer

5.000 Desinfektionssprays für Graz (Juni 2020 bis August 2021)
Destillerien produzieren mittlerweile aus der Notwendigkeit heraus Desinfektionsmittel, Textilbetriebe erzeugen Mund- und Nasenschutz statt Tischwäsche, Autozulieferer fertigen Schutzanzüge. Die Neigungsgruppe K.O. (Johanna Hierzegger, Markus Wilfling, Martin Behr) wird nun zur Neigungsgruppe O.K. und offeriert ab sofort statt Pfeffersprays Desinfektionssprays. Seit 1. Juni werden bereits 5.000 kostenlose Sprays für die Grazer angeboten. 

Kultur Inklusiv 
(Ausstellung „Close-Up“: 2. 9. 2020 – 2. 10. 2020, Akademie Graz(Eröffnung, 2. 9. 2020, 19.00)
Ausstellung der Modestrecken von Karin Lernbeiß und Miriam Raneburger
Magazin-Präsentation: 18. 9. 2020, ab 10.00, Modeschule Graz
Präsentation der Modestrecken, Models und Modelle: 4. – 7. 11. 2020, Intakt-Festival &
Mai 2021, assembly)

Kürzlich fand im Botanischen Garten der Uni Graz ein Fotoshooting für das "Magazin des guten Lebens" statt, einem zentralen Bestandteil des Netzwerks und Projekts "Kultur Inklusiv", das im Kulturjahr auslotet, wie man Kunst und Kulturprogramme für alle zugänglich machen kann. Ein Hauptelement sind dabei zwei Modestrecken mit Menschen mit Behinderungen als Models, die in Zusammenarbeit mit assembly, den Designern Karin Wintscher-Zinganel, Christina Seewald, Sabrina Stadlober oder Anastasja Sugic, 13&9 und der Fotografin Karin Lernbeiß bzw. mit der Modeschule am Ortweinplatz und der Fotografin Miriam Raneburger entstehen. 

Der Grazer Kunstverein zieht um! (Der Grazer Kunstverein zieht in ein Badezimmer: 3. 7. 2020, HilmteichDer Grazer Kunstverein zieht in die Buschenschank: 24. 7. 2020, Ries
Der Grazer Kunstverein zieht in einen verlassenen Aufzugsschacht: 7. 8. 2020, Gösting)

In allen Bezirken sollen die Grazer Kunst im Alltag erleben. Das Projekt zielt darauf ab, das Verständnis zu erweitern, wo in unserer urbanen Umgebung Kultur lokalisiert sein kann. Los geht es im Juli wieder mit temporären Veranstaltungen und Kunstprojekten im öffentlichen Raum. 

Humming Room (Installation: Juli bis Oktober 2020, Augarten)

Noch im Juli findet der poetisch-sinnliche Beitrag der Grazer Künstlerin Elisabeth Harnikin Zusammenarbeit mit der Architektin Milena Stavric und der Akustikerin Jamilla Balint
statt: Die Klanginstallation „Humming Room“ ist eine begehbare räumlich-dynamische
Konstruktion basierend auf der Wabenform mit sechs beweglichen Wandelementen, die
eine gemeinsame Struktur bilden und mit Bienensummen bespielt werden. Im Zentrum
steht die Erkundung der Wahrnehmung.

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