Der einheitliche Tarif feiert Jubiläum: 25 Jahre Verkehrsverbund Steiermark

Feierten das Verkehrsverbund-Jubiläum mit einer Steiermark-Torte: Franz Suppan, Elke Kahr, Peter Gspaltl, Kurt Matzer, Alfred Hensle, Andreas Solymos, Günter Riegler und Anton Lang (v.l.)
  • Feierten das Verkehrsverbund-Jubiläum mit einer Steiermark-Torte: Franz Suppan, Elke Kahr, Peter Gspaltl, Kurt Matzer, Alfred Hensle, Andreas Solymos, Günter Riegler und Anton Lang (v.l.)
  • Foto: Robert Frankl
  • hochgeladen von Christoph Hofer

Die jüngeren Steirer werden es mit Sicherheit gar nicht glauben, aber es gab in der grünen Mark eine Zeit ohne einheitliche Tarifverbünde und Zonen. Ein Beispiel gefällig? "Das wissen auch viele Grazer nicht mehr, wenn man über die Stadtgrenze gefahren ist, musste man eine Zuschlagskarte lösen", sagt etwa Andreas Solymos von der Holding Graz. Im Jahr 1994 wurde dann mit der Gründung des Verkehrsverbundes Steiermark ein Meilenstein gesetzt: "Alle Verkehrsmittel konnten damals im Großraum Graz mit einer einzigen Fahrkarte benützt werden", blickt der scheidende Geschäftsführer der Verkehrsverbund Steiermark GmbH, Alfred Hensle, mit einem Lächeln im Gesicht zurück. 

Ausdehnung auf alle Bezirke

Drei Jahre später, 1997, wurde dieser Verkehrsverbund dann auf die ganze Steiermark ausgeweitet. Heute fahren bereits 54 Verkehrsunternehmen im Verbund, sie alle bedienen in Summe an die 7.400 Haltestellen. An einem durchschnittlichen Werktag werden darüber hinaus 16.000 Fahrplankurse geführt. Beeindruckende Zahlen, die auf eine positive Zukunft hoffen lassen. "Mobilität bestimmt jede Lebensphase der Menschen, von Jung bis Alt. Umso wichtiger ist der Verkehrsverbund als Drehscheibe. Da hat die Steiermark an den richtigen Stellen investiert", ist Verkehrslandesrat Anton Lang zufrieden. Auf den Lorbeeren ruht man sich aber nicht aus: "Allein für heuer sind im Finanzplan Ausgaben in Höhe von 138 Millionen Euro veranschlagt", fügt Hensle an. Die Finanzierung teilen sich der Bund, das Land Steiermark sowie die Stadt Graz. Der übrige Beitrag betrifft Zuschüsse Dritter. 

Graz als Partner und Dienstleister

Über diese Verbundkosten hinaus leisten die Gebietskörperschaften Land Steiermark und Stadt Graz in deren Wirkungsbereich Beiträge für die laufende Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs. "In Graz stehen wir weiter hinter dem Ausbau der Straßenbahn. Dazu muss aber auch die Preispolitik passen", sagt Verkehrsstadträtin Elke Kahr. Finanzstadtrat Günter Riegler streicht heraus, dass die Stadt Graz nicht nur Partner des Verkehrsverbundes sondern auch selbst Dienstleister sei. "Unser Fokus liegt klar im Öffi-Ausbau und der Erweiterung dreier Bim-Linien. Dazu wird auch weiter in die Digitalisierung investiert." 

Die S-Bahn als Leuchtturm

Ein markantes Leuchtturmprojekt der vergangenen Jahre war darüber hinaus neben den RegioBussen die Implementierung der neuen S-Bahn Steiermark im Jahr 2007. "Das hat uns gezeigt, dass zuallererst das Angebot passen muss. In weiterer Folge hat das dann zu einer Verdoppelung der Fahrgäste geführt", erläutert Franz Suppan von den ÖBB. Für die Zukunft seien weitere Taktverdichtungen, etwa in Richtung Flughafen Graz, angedacht. Wohin die Reise die nächsten 25 Jahre geht, ist noch nicht klar, zumindest wird der Verkehrsverbund mit Peter Gspaltl ab Juli einen neuen Geschäftsführer haben.

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