Der Patient ist das Opfer der Reform

Vertreter der steirischen Gesundheitsberufe setzen sich gegen Bund, Land und Kasse zur Wehr.
Die vom Bund initiierte "Gesundheitsreform 2013" ist - von der breiten Öffentlichkeit mehr oder minder unbemerkt - vom Stapel gelaufen. Eine Reform, die keinerlei Verbesserungen bringt und das gesamte System aushungert. Das behaupten zumindest der "Runde Tisch der steirischen Gesundheitsberufe": Eine Plattform, der sich von der Ärzte- und Apothekerkammer über das Rote Kreuz, die Wirtschaftskammer bis hin zu Logo-, Physio- und Ergotherapeuten sowie den Psychologen alle relevanten Professionisten angeschlossen haben.
Die grundlegende Botschaft der Plattform ist klar: Nicht mehr die medizinische Versorgung ist Motor des Gesundheitssystem sondern die finanziellen Mittel. Das bedeutet: Notwendige medizinische Leistungen können den Menschen jederzeit vorenthalten werden, wenn Bund, Land und Sozialversicherung die Budgetkeule auspacken.
Wobei Martin Hoff (WK, Fachgruppe für Gesundheitsbetriebe) eines klarstellt: "Wir stellen uns nicht gegen notwendige Reformen. Derzeit ist es nur leider so, dass mit uns darüber nicht diskutiert wird, wir werden permanent vor vollendete Tatsachen gestellt."
Die Mängelliste der Plattform ist jedenfalls umfassend: Unter anderem enthält sie massive Kritik an einer unbeweglichen Gebietskrankenkasse, die ihren Leistungskatalog nicht den medizinischen Standards anpasst. Ebenso auf der Liste: Mangelnde Unterstützung für die Leistungserbringung der diversen Therapeuten, dadurch zu lange Wartezeiten oder nicht ausreichende Betreuung für die Patienten, keine Entlastung der Spitäler durch den niedergelassenen Bereich, fehlende Gruppenpraxen, unbefriedigende Pool-Lösungen, schlechte wohnortnahe Betreuung und vieles, vieles mehr.
Resümee der Plattform: "Natürlich leiden die Gesundheitsberufe auch unter der Reform. Aber die wirklich Leidtragenden sind die Patienten ..."

Autor:

Roland Reischl aus Graz

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