Paukenschlag
Der steirische Spitalschef Karlheinz Tscheliessnigg tritt zurück

Rücktritt: Karlheinz Tscheliessnigg quittiert mit 1. Dezember seinen Dienst in der Kages.
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  • Rücktritt: Karlheinz Tscheliessnigg quittiert mit 1. Dezember seinen Dienst in der Kages.
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Der Vorstandschef der steirischen Krankenanstalten (Kages) gab am Samstag seinen Rücktritt mit 1. Dezember bekannt.

Er ist ein streitbarer Geist, er ist immer für Überraschungen gut – und genau einen solchen Paukenschlag lieferte der Chirurg und langjährige Kages-Vorstandschef ab: Er teilte heute Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer – in dessen Funktion als Eigentümervertreter – seinen mehr oder weniger sofortigen Rücktritt mit. Er wird mit 1. Dezember aus seiner Funktion in den steirischen Krankenanstalten ausscheiden.

Rücktritt nach neun Jahren an der Spitze

Tscheliessnigg war 2013 als Vorstandschef der steirischen Krankenanstalten (Kages) angetreten. Bekannt war einerseits dafür, dass er sich nie ein Blatt vor den Mund nahm, andererseits war er vor allem auch unermüdlicher Motor der steirischen Spitalsreform - auch gegen steten Widerstand der Politik. Schützenhöfer betonte: "Karlheinz Tscheliessnigg wird im Dezember 75. Ich nehme seinen Rückzug mit Respekt vor seiner Lebensleistung und mit meinem Dank für die fruchtbringende Zusammenarbeit zur Kenntnis."
Spitalslandesrätin Juliane Bogner-Strauß sprach in einer ersten Stellungnahme hingegen von "unterschiedlichen Standpunkten". Und: Man werde die Nachfolge bis zum 1. Dezember klären. Dieses Tempo spricht dafür, dass der Rücktritt für Bogner-Strauß nicht so überraschend war ...

Ernst Fartek (r.) bekommt schon bald einen neuen Partner an seiner Seite im Kages-Vorstand.
  • Ernst Fartek (r.) bekommt schon bald einen neuen Partner an seiner Seite im Kages-Vorstand.
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Zur Person:
Karlheinz Tschelissnigg wurde am Heiligen Abend 1946 geboren. Er studierte Medizin an der  der Karl Franzens-Uni in Graz. Er absolvierte eine Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie, Herzchirurgie, Intensivmedizin und Gefäßchirurgie. 1996 wurde er Nachfolger von Julius Kraft-Kinz und führte nach Studienaufenthalten in Stanford, Pittsburgh, München und Hannover die Organtransplantation in Graz ein. 1986 startete das Herzprogramm, 1989 das Leberprogramm, 1991 das Herz-Lungenprogramm. 1990 wurde von ihm die erste dynamische Cardiomyoplastie im deutschsprachigen Raum durchgeführt. 1991 erfolgte die erste Kunstherzimplantation. Im August 1997 wurde von ihm die erste Ventrikelsynchronisation weltweit durchgeführt (InSync) und damit der erste Schrittmacher zur Behandlung der Herzinsuffizienz eingesetzt.

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