Die große Suche nach Radschnellwegen in Graz

Auch in Graz wird Radfahren immer beliebter. Es fehlt aber noch an der Infrastruktur.
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  • Auch in Graz wird Radfahren immer beliebter. Es fehlt aber noch an der Infrastruktur.
  • Foto: Graz Tourismus/ Tomm Lamm
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Radinfrastruktur in Graz wird ausgebaut: Die Plattform „Move it“ sieht Alternativen zu teuren Neubauten.

Kann Graz Amsterdam oder Kopenhagen werden? Mit dem 100-Millionen-Euro-Investment in die Radinfrastruktur bis 2030, die Land und Stadt in der Vorwoche gemeinsam präsentiert haben, soll die Lücke zu Vorzeigestädten jedenfalls geschlossen werden. Vor allem durchgängige Radschnellrouten, die auch das Umland einbinden, stehen auf der Prioritätenliste ganz oben. Die Verantwortlichen von „Move It“, einer Plattform, die sich aus mehreren Mobilitätsinitiativen zusammensetzt, zeigen sich erfreut über die Ankündigungen der Politik, docken diese doch an die eigenen Forderungen nach zehn Millionen Euro pro Jahr für den Radverkehr in Graz an. Geht es nach „Move It“-Mitinitiator Christian Kozina, müsse Graz ein Radschnellwegenetz zusätzlich zu bestehenden Radwegen errichten (siehe Grafik links). „Die eingezeichneten Linien sind aber nur als ungefähre Routen zu verstehen. Wo exakt die Strecke verläuft, muss jeweils im Einzelfall entschieden werden“, so Kozina.

Nebenstraßen im Fokus

Konkret gehe es dabei nicht immer um das Fahren auf Hauptstraßen. „Selbst wenn man in der Kärntner oder Wiener Straße eine Fahrspur wegnimmt und zu einem Radweg umfunktioniert, ist das Fahren dann nicht angenehm. Ein Radweg muss in erster Linie sicher sein.“ Kozina regt eher dazu an, sich anstelle von Neubauten Fahrspuren, Nebenstraßen und Parallelwege anzusehen. „Vor allem Tempo-30-Straßen eignen sich sehr gut für Rad-Highways. Die Zinzendorfgasse wäre ein Beispiel dafür. Eine Radverbindung nach Mariatrost könnte in weiterer Folge über die Schubertstraße, jene nach St. Leonhard über die Leechgasse, sichergestellt werden.“ Dass ein Bekenntnis zu massiven Infrastrukturmaßnahmen auch dazu führt, dass anderen Verkehrsteilnehmern Platz weggenommen wird, streitet Kozina nicht ab. Es müsse aber an die Neuverteilung des Verkehrsraumes gedacht werden. „Parkflächen, die durch die Verdoppelung des Radverkehrsanteils nicht mehr benötigt werden, sollten Fußgängern zur Verfügung gestellt werden. Die Errichtung neuer Garagen ist somit nicht mehr nötig.“

Auch in Graz wird Radfahren immer beliebter. Es fehlt aber noch an der Infrastruktur.
Die Grafik zeigt die mögliche Grundstruktur für ein Radschnellwegenetz, wie es sich die Plattform „Move it“ vorstellt. Exakte Streckenverläufe wurden bewusst ausgespart, da dafür eine Detailplanung notwendig sei.
Autor:

Christoph Hofer aus Graz

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