Diese Stadt muss sich in Szene setzen

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Mit City of Design und Designmonat strengt sich die kreative Szene an. Doch was bringt es der Stadt Graz?

Gerade eben ist der Grazer "Designmonat" zu Ende gegangen, seit 2011 ist die Murmetropole offiziell "City of Design". Doch was bringt das alles, was haben die Grazer davon? Die WOCHE ist dieser Frage nachgegangen. Und hat zum "Runden Tisch" mit Vordenker und Unternehmer Hans Schullin, der "jungen Wilden" Alexa Holzer (Laden 21) und Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Steiermark (CIS) gebeten.
In einem Punkt waren sich die drei kreativen Köpfe jedenfalls einig: "Graz und die Grazer neigen dazu, sich kleiner zu machen als man ist. Es fehlt an Selbstbewusstsein und Mut zum Risiko." Denn, so Schrempf: "Wir haben in der Designszene viele Talente vor der eigenen Haustür, die Wirtschaft muss dieses Potenzial nur abholen."
Womit wir wieder beim Selbstbewusstsein wären: "Oft wird man gefragt: Gutes Design in Graz, geht das überhaupt?", sprach Alexa Holzer aus teilweise leidvoller Erfahrung. Ein Punkt, den Hans Schullin unterstrich: "Die Grazer glauben, dass gutes Design nur in Wien, Berlin oder Paris gemacht werden kann. Glauben Sie mir, auch die internationalen Größen schnitzen nur mit einem kleinen Messer", verwies er vor allem auf das Kulturhauptstadtjahr 2003: "Das war so etwas wie ein Büchsenöffner für Graz, vieles ist damals aufgebrochen. Erstmals waren die Grazer stolz auf ihre Stadt und wurden zu positiven Kommunikatoren für Graz."
Die "City of Design" sei jedenfalls für die Zukunft ein gutes Vehikel, um den Grazer "Spirit" in die Welt zu tragen. "Damit sind wir auf einer Weltkarte vertreten, die unseren Standort attraktiver macht. Davon profitieren wir alle. Und es differenziert uns von der Provinz", ergänzte Schrempf.
Die Rahmenbedingungen dafür seien geschaffen, jetzt müsse man beharrlich dran bleiben: "Wenn die Grazer Qualität nicht bekannt wird, dann hilft es nichts. Wir müssen Design in dieser Stadt so sichtbar machen, damit es den Bürgern nutzt und den Politikern endlich auffällt", so der Appell von Schullin. Schlusssatz: "Denn in Graz wird einem immer nur erklärt, warum etwas nicht geht ...

Autor:

Roland Reischl aus Graz

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