Zukunftsweisend
Digitalisierung ist in der Landwirtschaft längst angekommen

Drohneneinsatz: Digitale Unterstützung ist auch in der Landwirtschaft längst angekommen.
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  • hochgeladen von Roland Reischl

Rund 700 Teilnehmer hatten sich zum Symposium der Raiffeisen Steiermark unter dem Titel "Landwirtschaft 4.0 – Smart Farming" eingefunden. ein ganz klares Zeichen, welche Dimension dieses Thema im Agrarbereich bereits angenommen hat. "Das Thema ist eine Chance für die heimische Wirtschaft, allerdings gilt es, die richtigen Innovationen im Betrieb einzusetzen", unterstreicht Raiffeisen-General Martin Schaller.

20 Prozent verwenden bereits "Farm-Management"

Claudia Mittermayr, bei "Raiffeisen Ware Austria" (RWA) für Innovationen zuständig kann dies nur bestätigen: "Vor vier Jahren haben zum Beispiel 6 Prozent der Landwirte mit Farm-Management-Systeme gearbeitet, heute sind es bereits rund 20 Prozent." Diese Systeme dienen unter anderem betriebswirtschaftlichen Aufzeichnungen, liefern Satellitenbilder der Flächen und sind auch Doku-Software für angebaute Kulturen, gesetzte Maßnahmen und vieles mehr. Und: Auch das Förderwesen kann so einfacher und schneller abgewickelt werden.
Dies ist aber nur eine Facette der Digitalisierung. "Eine wesentliche Rolle spielt auch GPS", erläutert Mittermayr. So gesteuert hält etwa der Traktor die Spur, zieht die Reihen – mit dem großen Vorteil, dass so der Anbau deutlich effizienter, das Arbeiten erleichtert wird. Autonomes Fahren auch in der Landwirtschaft? "Noch nicht, aber das ist definitiv ein Zukunftsthema", meint Mittermayr. Auch der Einsatz von Robotern ist in der Landwirtschaft längst keine Science Fiction mehr: "Es sind zum Beispiel bereits Unkraut-Roboter im Einsatz, allerdings derzeit nur für kleinere Flächen." In der Tierhaltung sind die maschinellen Helferleins ohnehin längst Usus, beim Füttern, Melken und Putzen. Dort setzt man außerdem noch auf Ohrmarken, die den Vitalzustand der Tiere rückmelden.

Drohnen als "Wunderwaffe"

Und auch den Luftraum hat man bereits erobert: Mittels Drohnen bringt man Nützlinge zur Schädlingsbekämpfung aus, so wurde etwa der Maiszünsler bereits vielerorts aus der Luft bekämpft. Vorteile? "Eine schnellere und effizientere Ausbringung ohne Bodenverdichtung."
Damit ist die Digitalisierung aber längst noch nicht ausgereizt: "Das autonome Fahren wird ebenso Thema werden wie kleine Roboter, die mittels Schwarm-Intelligenz funktionieren. Allerdings, so Mittermayr abschließend: "Technische Systeme können immer nur Entscheidungshilfen liefern. Den Hausverstand und das Bauchgefühl des Landwirts wird es immer brauchen."

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