Friedensbüro Graz
Friedensbüro: Information braucht kritischen Umgang + Tipp 22

Konsumation von Nachrichten: Bei Information ist Vorsicht geboten.
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Das Friedensbüro rät, dass Information vielfältig konsumiert und stets hinterfragt werden sollte.

Quellen gibt es viele. Vertrauenswürdige, nachvollziehbare, undurchsichtige, nicht ganz korrekte. Die Liste ist lang, die Auswahl groß. "Wir finden sie heute nicht nur in großen Bibliotheken, dicken Büchern, vergilbten Dokumenten und alten Schriftstücken. Längst hat sich das Angebot vervielfacht. Es ist leichter geworden, Informationen zu bestimmten Themen zu finden. Alles gibt es nun auch online, mobil, für unterwegs. Wir können also jederzeit Dinge suchen, finden, nachlesen", eröffnet Jutta Dier, Leiterin des Friedensbüros. Gemeinsam mit der WOCHE gibt diese 30 Tipps für ein gutes Zusammenleben und widmet sich nun der Wichtigkeit von Information.

Veröffentlichen kann jeder

Durch die Möglichkeit, Artikel, Nachrichten, vermeintliche Fakten selbst zu veröffentlichen und Meldungen über diverse Social-Media-Kanäle zu verbreiten, können auch sehr viele Falschmeldungen in Umlauf sein. Es stellt sich die Frage: "Was ist richtig und was kann ich glauben?" Manches wird überprüft und Fotos, wenn sie nicht jugendfrei sind, auf Social-Media-Plattformen entfernt.
Zusätzlich ist es durch Photoshop und diverse Schnittprogramme heute möglich, Interviews, Fotos, Videos so zu verändern, dass die Fälschung auf den ersten, sogar zweiten Blick gar nicht auffällt.

Verantwortung muss sein

"Und immer wieder gibt es Leute, die genau das für sich und ihre Zwecke nutzen. Da werden Geschichten uminterpretiert, instrumentalisiert, um Stimmung zu machen, alternative Fakten so veröffentlicht, dass sie den Anschein erwecken, sie wären von einer etablierten Quelle herausgegeben worden", macht die Leiterin auf dieses Thema aufmerksam und meint, dass es solche Falschmeldungen schon immer gab. Geschichten wurden erfunden, umgedacht und mit viel Fantasie weitererzählt. Allerdings nicht in der Geschwindigkeit und Effektivität, mit der sie heute verbreitet werden.
"Deshalb ist es wichtig, Augen und Ohren offen zu halten, nicht alles für bare Münze zu nehmen. Informationen hinterfragen, Quellen auf ihre Glaubwürdigkeit überprüfen, die Meinungen von verschiedenen Menschen einholen, kann helfen, sich im dichten Dschungel der Informationsflut zurecht zu finden", betont Dier, die dazu motivieren will, kritisch zu sein.

TIPP 22: Quellen gehören überprüft

Wir lernen ein Leben lang. Ob im Kindergarten, während der Ausbildung oder im Alltag. Es sind unterschiedliche Quellen, aus denen wir unsere Informationen ziehen, das Wissen erweitern. Dafür braucht es Offenheit, die Erkenntnis, noch lange nicht alles gelernt zu haben. Fragen stellen, über den Tellerrand blicken und nicht alles für bare Münze nehmen. Immer wieder auch misstrauisch sein hilft dabei, den eigenen Horizont zu erweitern. Haben wir erstmal einige Informationen beisammen, gilt es, diese auf ihre Quellen zu überprüfen. Denn nicht alles, was man uns sagt oder irgendwo geschrieben steht, ist richtig, entspricht der Wahrheit.

Konsumation von Nachrichten: Bei Information ist Vorsicht geboten.
Friedensbüro-Leiterin Jutta Dier: "Es fällt sehr schwer, den Überblick zu behalten und nur wahre Nachrichten aufzunehmen."

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