Glockenspiel-Erbe wird erhalten

Freut sich über die gefundene Lösung: Stadtrat Günter Riegler
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  • hochgeladen von Christoph Hofer

Stadt Graz hilft, damit das Grab des Glockenspiel-Erbauers nicht geräumt wird.

Lang, lang ist's her: Im Jahr 1884 kaufte Geschäftsmann Gottfried Maurer ein Haus am damaligen Fliegenplatzl im Herzen der Grazer Altstadt und ließ in dieses ein Glockenspiel einbauen. 1905 erklang am Heiligen Abend das erste Mal die Melodie von 24 Glocken. Bis heute ist das Glockenspiel untrennbar mit der Murmetropole verbunden und erfreut sich auch bei Touristen großer Beliebtheit. Die Stadt selbst kümmert sich um die Bespielung und Wartung, obwohl sich die Attraktion wie auch die Liegenschaft nicht in deren Besitz befinden.
Im Vorjahr wurde allerdings einiges an Staub aufgewirbelt, da die Grabberechtigte des seit 1929 auf dem St. Peter Ortsfriedhof liegenden Gottfried Maurers die Zahlungen der Friedhofsgebühren eingestellt hat und eine mögliche Auflösung und Räumung des Grabes bevorstand (die WOCHE berichtete). Die Stadt Graz wurde, unter anderem von Privatpersonen, um Hilfe gebeten.

Rückbau wird verhindert

Aufgrund des weit zurückliegenden Todes und der Tatsache, dass sich die Stadt dazu entschlossen hat, ihre verdienten Bürger zu Lebzeiten und nicht erst nach ihrem Tod zu ehren, hat man das Grab nicht zu einem Ehrengrab erhoben. Gemeinsam mit der Friedhofsverwaltung hat der zuständige Stadtrat Günter Riegler nun aber eine Lösung gefunden, um den Rückbau zu verhindern.
Demnach übernimmt die Stadt Graz die Kosten für die Instandsetzung der Grabstätte sowie die Grabgebühren nach dem 31. Dezember 2017. Die Kosten für die Verlängerung des Grabrechtes bis 31. Dezember 2027 trägt die Friedhofsverwaltung. Der Blumenschmuck und die Pflege wird durch die Holding Graz/Grünraum erfolgen. "Es war mir ein besonderes Anliegen, Gottfried Maurer auch in Form einer angemessenen Grabstätte weiterhin die Ehre zu erweisen. Sein Glockenspiel ist für viele Grazerinnen und Grazer von besonderem Wert. Wir sind ihm also auch 91 Jahre nach seinem Tod für dieses einzigartige ,Klangdenkmal' dankbar", sagt Riegler.


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