Für mehr Klimaschutz
Graz nimmt den "coolen" Kampf gegen die Hitze auf

So könnte, wenn es nach den Grünen geht, die Griesgasse in Zukunft aussehen.
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  • So könnte, wenn es nach den Grünen geht, die Griesgasse in Zukunft aussehen.
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In Wien werden ganze Straßenzüge gesperrt und in "kühle Oasen" umgewandelt. Auch Graz plant Ähnliches.

Man kann es ja kaum glauben, aber meteorologisch gesehen ist aktuell Winter. Das Wetter spielt in Graz aber eher Sonnenanbetern in die Hände, denn auch im Februar lagen die Temperaturen in der Murmetropole zum Teil weit über dem für diese Jahreszeit üblichen Durchschnitt. Während es selbst in den "kalten Monaten" bereits viel zu warm ist, offenbaren sich die wahren Probleme des Klimawandels erst im Sommer, wenn die Menschen in urbanen Räumen wie Graz immer öfter unter Hitzewellen stöhnen. In Wien will man den Hitzepolen der Stadt mit "coolen Straßen" entgegenwirken (siehe auch). Bei diesem Projekt werden Straßen gesperrt, um sie in "kühle Oasen" zu verwandeln. Dazu werden Topfpflanzen hingestellt, Sprühduschen installiert und Sitzmöglichkeiten geschaffen. Auch die Grazer Umweltstadträtin Judith Schwentner hat sich von den ersten Testläufen in Favoriten und Ottakring live überzeugt.

Wien legt vor

"In Wien wurden diese ,coolen Straßen' dort umgesetzt, wo ohnehin Umbauten vorgenommen wurden. Darüber hinaus spielt Wasser eine zentrale Rolle, das kann man sich natürlich auch für Graz anschauen", ist die grüne Politikerin überzeugt. Im Idealfall könne man die "coolen Straßen" in die von Schwentner bereits im Vorjahr vorgestellten Grünen Meilen integrieren. Der Unterschied zum Klimaschutzbeitrag aus der Bundeshauptstadt: "Wir wollen pro Bezirk eine dauerhaft begrünte und verkehrsberuhigte Straße und Gasse realisieren, so wie es sie etwa als ,SuperBlocks' in Barcelona gibt." Mittlerweile wurde die Idee bereits mittels Anträgen aus sieben Bezirken (Innere Stadt, St. Leonhard, Lend, Gries, Jakomini, Andritz, Eggenberg) unterstützt. Das Projekt wurde darüber hinaus auch für den Klimafonds, den die schwarz-blaue Koalition im Vorjahr vorgestellt hat, eingereicht.

So könnte, wenn es nach den Grünen geht, die Griesgasse in Zukunft aussehen.
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Grüne Rathaus-Fassade

Dass sich die Begrünung von Fassaden positiv auf die Temperatur auswirken kann, haben die Grazer Grünen im Vorjahr quasi am eigenen Arbeitsplatz getestet. "Ende Juli erfolgten mittels Infrarotkamera Serienaufnahmen vom Innenhof des Rathauses. Ziel war, den Einfluss des Fassadenbewuchses auf den Temperaturverlauf zu erfassen."
Die Auswertung, die der WOCHE vorliegt, zeigt ein deutliches Bild: So erreichte die Temperatur beim nicht begrünten Fassadenteil Höchstwerte bis 47 Grad, die Oberflächentemperatur mit Begrünung lag bei nur etwa 33 Grad. "Fassadenbegrünung, sofern sie professionell gemacht wird, zahlt sich also wirklich aus und ist ein super Beitrag zum Klimaschutz. Das Aufheizen von Fassaden wird effektiv verringert und durch die Verdunstungsleistung der Pflanzen wird die Luft zusätzlich abgekühlt", ist sich Schwentner sicher. Wer überlegt, seine Fassade klimafit zu machen, bekommt beim Umweltamt auch eine Förderung zur Umsetzung bis 50 Prozent der Kosten.

Autor:

Christoph Hofer aus Graz

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