Urban Gardening
Graz zählt (auf) seine Gemeinschaftsgärtner

Gärtner gesucht: David Steinwender erforscht Urban Gardening.
  • Gärtner gesucht: David Steinwender erforscht Urban Gardening.
  • Foto: Sascha Pseiner
  • hochgeladen von Lisa Ganglbaur

Ein Grazer Forschungsprojekt will herausfinden, wie es um die Gemeinschaftsgärten in der Landeshauptstadt steht. Grazer Gärtner:innen sind eingeladen, teilzunehmen. 

Vor vier Jahren hatte Graz um die 30 dokumentierten Gemeinschaftsgärten. „Es gibt aber eine hohe Dunkelziffer“, wie David Steinwender vom Interdisziplinären Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur (IFZ Graz) anmerkt. Weil urbanes Gärtnern im letzten Jahrzehnt einen kräftigen Aufschwung erlebt hat, will Steinwender jetzt wissen, wie es wirklich ist: „Was trägt zum Erfolg oder zum Scheitern von Gemeinschaftsgärten bei?“, ist eine seiner Forschungsfragen. Gemeinsam mit dem Forum Urbanes Gärtnern (FUG) erhebt er die für Graz spezifischen Herausforderungen des gemeinschaftlichen Gärtnerns: Oftmals sei Bürokratie ein Hemmschuh. Ein Beispiel: In Sachen Regenwassernutzung brauche es unterschiedliche Genehmigungen von mehreren Ämtern.

Urban Gardening in Graz: Hype oder fester Bestandteil?

„Wir möchten wissen, wie viel es gibt, wo die Gärten sind, wie groß sie sind und wie sie sich organisieren“, bringt Steinwender die Umfrage für das Forschungsprojekt auf den Punkt. „Nachdem wir uns ein grobes Bild gemacht haben, tauchen wir tiefer ein und möchten mehr über die Herausforderungen des sozialen Gärtnerns Bescheid wissen und vor allem, welchen Stellenwert die Lebensmittelproduktion dabei hat.“ In Graz werden dem sozialen Gärtnern viele Potenziale zugeschrieben: „Gerade in Graz sind viele Gemeinschaftsgärten Teil der Stadtteilarbeit.“ Dort können vor allem Menschen gärtnern, die sich keinen eigenen Garten leisten können. Allerdings: "Je öffentlicher ein Garten zugänglich ist, desto unterschiedlicher sind die Interessen von verschiedenen Seiten, die in Einklang gebracht werden müssen“, so Steinwender.

Gärtnern auch Sie?

Ob Gemeinschaftsgärten im öffentlichen Raum, auf Privatgrund oder auf Hausdächern – egal, ob das Mitgärtnern für jeden möglich ist oder nur eine eingeschränkte Personenzahl den Garten nutzen darf: Auch Heim- und Schrebergärten können mitmachen wie auch Projekte und Initiativen von Schulen, Sozial-, Kultur- und Gesundheitseinrichtungen, die keinen eigenen Garten haben, aber andere Gärten nutzen bzw. mit ihnen kooperieren. Den Link zum Fragebogen gibt's hier. Dauer: 10 Minuten. 

Netzwerktagung 

Zum Austausch eingeladen sind aktive Gärtner und Interessierte am kommenden Wochenende an der Uni Graz bei der Netzwerktagung der Gemeinschaftsgärten. Thema: Ernährungsgerechtigkeit.
Fragen, die behandelt werden: Welchen Beitrag können urbane (Gemeinschafts-)Gärten leisten, um alle, insbesondere jene Bevölkerungsgruppen mit erschwertem Zugang, mit gesunden Lebensmitteln aus der Umgebung zu versorgen? Außerdem gibt's Workshops – auch zum Thema Fermentation. 
Referent:innen sind: Nadja Lobner (Zentrum für Ethik und Armutsforschung, Universität Salzburg) und Anna Schiff (Plattform Sichtbar werden), Fritz Treiber (Universität Graz), David Steinwender (IFZ Graz, Forum Urbanes Gärtnern), Cordula Fötsch (Gartenpolylog), David Stanzel (Gartenpolylog), Andreas Flach (Forum Urbanes Gärtnern), Anneliese Scherz (Gemeinschaftsgarten Mutter Erde)
Das genaue Programm gibt's hier.
Wer bei der Tagung mitmachen möchte, meldet sich per Mail bei: david.steinwender@ifz.at

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