Grazer Mobilität: Langfristig zählt nur das autonome Fahren

Elektrisch und autonom: Die Mobilität im Grazer Stadtgebiet wird sich schon bald wandeln.
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Führende Experten für alternative Mobilität sehen die Situation im Grazer Verkehr als äußerst kritisch.

In Graz tagten kürzlich bei der "Autocontact'18" die führenden Experten in Sachen zukünftiger Antriebstechnik und alternativer Mobilitätsformen. Während über die Vorteile von Wasserstoffverbrennung und herkömmlichen Batterielösungen diskutiert wurde, sehen die Experten im Gespräch mit der WOCHE für das Grazer Mobilitätsproblem nur die Chance einer großen Gesamtlösung. Am Ende wird das autonome Fahren übernehmen.

Kombination der Chancen

Laut Jochen Hermann, Leiter der Abteilungen Entwicklung Case und E-Drive der Daimler Gruppe, könnte eine kurzfristige Lösung für Graz in der Kombination verschiedener moderner Mobilitätslösungen liegen.
"Als Vorbild könnte die in Teilen Deutschlands sich bereits im Einsatz befindliche App moovel dienen. Man gibt nur Abfahrts- und Zielort ein, die App kombiniert Angebote aus car2go-, mytaxi-, öffentlichen Verkehrsmitteln und Fußwegen", erklärt Hermann. Für eine Stadt wie Graz sieht der Experte aber langfristig nur ein mögliches Szenario: "Man wird nicht um das autonome Fahren herumkommen. Nur so kann die Anzahl an Fahrzeugen verringert werden, außerdem benötigt man weniger Parkplätze."

Noch 15 Jahre "durchhalten"

Auch Nikolaus Szlavik, Grazer und Geschäftsführer vom Hersteller für Autokomponenten Austria Druckguss, setzt langfristig auf das autonome Fahren: "Sobald die rechtlichen Fragen geklärt sind, wird sich das auf jeden Fall durchsetzen." Bis dahin müsse man in Graz aber für Kompromisse sorgen: "Aktuell ist die Situation unmöglich. Es ist davon auszugehen, dass wir noch mindestens 10 bis 15 Jahre auf Verbrennungsmotoren zurückgreifen müssen, also muss man in Graz dringend die Park&Ride-Möglichkeiten ausbauen und weitere Optionen schaffen, die ein eigenes Auto unattraktiv machen."
Für Fritz Prinz, Forscher an der Elite-Universität Stanford für Batterieoptimierung, ist in der Stadt Graz der Druck für Veränderungen groß: "Schlechte Luft, wenig Platz – diese Umstände und der dadurch entstehende Druck beschleunigen den Umstieg. Das autonome Fahren kommt da ganz automatisch."

Elektrisch und autonom: Die Mobilität im Grazer Stadtgebiet wird sich schon bald wandeln.
Experte: Daimler Abteilungsleiter  Jochen Hermann

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