Im Visier: Waffenzahlen in Graz

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Nach Aufreger-Studie: Polizei und WKO sehen die Entwicklung im Waffenverkauf als unproblematisch.

In der vergangenen Woche sorgte in diversen Medien die Meldung für Aufsehen, dass das Jahr 2019 in Österreich ein „Jahr der Waffen“ war. So seien bundesweit so viele Waffen wie noch nie zuvor gekauft worden (rund 65.000) und somit noch nie zuvor so viele Waffen wie aktuell registriert (1,06 Mio.). Dies sei vor allem auf die Novelle des Waffengesetzes vor einem Jahr zurückzuführen. Die Grafik unten bietet einen Überblick über die gesetzlichen Änderungen sowie die aktuell registrierten Waffen in Graz.

Strenges Gesetz

In Graz wurden im vergangenen Jahr exakt 577 Waffen neu registriert, insgesamt scheinen aus der Murmetropole 19.219 im zentralen Waffenregister (ZWR) auf. Fritz Grundnig von der Landespolizeidirektion sieht dabei weder einen Boom noch ein Problem: „Grundsätzlich ist das österreichische Waffengesetz eines der strengsten in Europa und funktioniert auch nach der Novelle des Vorjahres sehr gut.“ So gebe es auch eine strikte Umsetzung des Gesetzes: „Die Polizei vollzieht das Gesetz und führt die Waffenkontrollen durch. Dabei gibt es in der Regel kaum grobe Beanstandungen.“

Falsche Zahlen?

Auch von Seiten der WKO beobachtet man die Diskussionen um das Thema Waffen genau. Robert Siegert, selbst Waffenhändler in Graz und Bundesvorsitzender der ARGE zivile Sicherheit der Wirtschaftskammer erklärt: „Die zum Beispiel im ORF zitierten Zahlen des ,Branchenradars‘ sind für mich unerklärlich. So sind in der ARGE so gut wie alle Händler Österreichs vertreten und keiner von uns wurde um Verkaufszahlen gefragt.“ Auch das Rekordhoch an registrierten Waffen in Österreich ist laut Siegert kaum verwunderlich und leicht erklärt: „Durch die gesetzlichen Neuerungen und den Wegfall der Waffenkategorie D müssen nun beispielsweise auch Flinten und andere Waffen registriert werden, was früher nicht der Fall war. So ist es klar, dass noch nie so viele Waffen registriert waren, das bedeutet aber nicht, dass es sie zuvor nicht gab.“ Dass jede Waffe ohne Ausnahme unbedingt registriert sein muss, ist klar. Die Aufregung um die aktuellen Zahlen aber nicht.

Autor:

Stefan Haller aus Graz

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