Jung-Poeten gegen alte Klassiker

Bereit für das Spektakel: Poetry-Slam-Meister Christoph Steiner führt durch das Programm.
  • Bereit für das Spektakel: Poetry-Slam-Meister Christoph Steiner führt durch das Programm.
  • Foto: Michael Königshofer
  • hochgeladen von Barbara Schechtner

Die neue Eventreihe des Next Liberty verspricht einen verbalen Schlagabtausch der Extraklasse.

Dichtung ist ganz und gar nicht langweilig. Das zeigt das Next Liberty zusammen mit dem Verein "Performte Literatur und Slam Steiermark" (Plus) in ihrem neuen Poetry Slam-Format "Dead or Alive". Am 6. Oktober 2017 geht es in die erste Runde und lässt mit dem Titel "Die unerträgliche Leichtigkeit des Reims" erahnen: Das wird ein Abend der großen Worte.

Sprachakrobatiker im Duell

"Poetry Slam lässt sich am besten als moderner Dichter-Wettstreit beschreiben", erklärt Christoph Steiner, der gemeinsam mit Yannick Steinkellner die Moderation übernimmt. Sind in der Poesie den Künstlern keine Grenzen gesetzt, gibt es beim Slammen allerdings genaue Regeln: "Jeder hat sechs Minuten Zeit, seinen Text vorzutragen. Dieser muss wirklich selbst geschrieben worden sein. Darüber hinaus sind keine Requisiten erlaubt und singen darf man auch nicht." Im Anschluss entscheidet das Publikum: Der Slammer mit dem lauteren Applaus kommt in die nächste Runde.

Team "Slam" gegen Team "Schauspiel"

Das Besondere an diesem Abend: Gegen die Slam-Größen Lara Stoll aus der Schweiz, Samuel Kramer aus Deutschland und Mario Tomic aus Österreich treten Schauspieler der verschiedenen Grazer Spielstätten an: Julia Gräfner vom Schauspielhaus Graz, Martina Zinner vom Theater im Bahnhof und Michael Großschädl vom Next Liberty. Das Schauspiel-Team darf sehr wohl fremde Texte zitieren, denn seine Aufgabe besteht darin, in die Rollen bereits toter Sprachkünstler zu schlüpfen und sie so wieder in die Wirklichkeit zurückzuholen – für sechs Minuten zumindest.


Format für Graz

Während die einen also Klassiker der Literaturgeschichte – von Goethe bis zu Kästner – zum Leben erwecken, versuchen die anderen, ihnen mit eigenen Texten Paroli zu bieten. "Ich musste dieses Format einfach nach Graz holen", meint Steiner, selbst übrigens österreichischer Poetry Slam-Meister, "weil hier die Poetry-Szene ja schon sehr ausgereift ist und wir tolle Schauspieler im Land haben".


Lust auf die Sprache machen

Im Vordergrund steht das Spiel mit der Sprache. Einmal mehr soll deutlich werden, wie vielseitig Sprache eingesetzt werden kann. Christoph Steiner, der außerdem bei der Eröffnungspremiere der Spielzeit in "König Artus" den Titelhelden spielen wird: "Klassische Gedichte müssen nicht immer nur verstaubt und langweilig sein, die kann man auch modern vortragen. Dieses Spielen mit den Worten... das macht einfach Bock auf Sprache!" Na dann, Vorhang auf für die jungen Künstler!


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