Alkoholverbots-Bilanz in Graz
Keine Probleme in der "Zone"

Die rot umrandete Fläche markiert die Verbotszone.
  • Die rot umrandete Fläche markiert die Verbotszone.
  • Foto: www.graz.at
  • hochgeladen von Christoph Hofer

Kinder, wie die Zeit vergeht: Bereits im Jahr 2007 wurden in Graz mit Stimmen von ÖVP und FPÖ erste Alkoholverbotszonen eingeführt, um dem ungebremsten Trinkgenuss in der Öffentlichkeit Einhalt zu gebieten. Zunächst waren lediglich der Hauptplatz und Teile des Univiertels von dieser Maßnahme betroffen, seit 2012 gilt das Verbot flächendeckend in der gesamten Innenstadt . Gastgärten und Imbissstände waren aber stets ausgenommen. Die Ausweitung auf eine Fläche zwischen Schloßbergplatz, Eisernes Tor, Tummelplatz, Schmied- und Kaiserfeldgasse hatte Gründe, zogen doch bestimmte Gruppen einfach ein paar Meter weiter, um sich zum kollektiven Trinken zu versammeln.
Vor allem das berühmt-berüchtigte "Billa-Eck" wurde für viele Passanten zum Ärgernis.

Anstieg ist erklärbar

Überwacht wird das Verbot von der Ordnungswache, nur bei Schwierigkeiten wird die Polizei herangezogen. Ein Blick auf die Bilanz der vergangenen Jahre zeigt, dass die aufgenommenen Delikte zurückgehen.
Einzige Ausnahme: "Während 2017 191 Anzeigen und Organstrafverfügungen verzeichnet wurden, waren es im Vorjahr über 200", berichtet Stadtrat und Vize-Bürgermeister Mario Eustacchio.
In 80 Prozent der Fälle wurden Personen am Hauptplatz abgestraft, die restlichen Verstöße passierten in der Hans-Sachs-Gasse. Der leichte Anstieg in der Statistik sei aber vor allem auf die Räumung des Forum Stadtpark zurückzuführen. "Die Personen, die sich dort aufgehalten haben, sitzen jetzt in der Hans-Sachs-Gasse."

Akzeptanz in der Bevölkerung

Ausschreitungen oder größere Probleme blieben aber glücklicherweise aus. "Die Präsenz der Ordnungswache zeigt, dass das Alkoholverbot in der Innenstadt von der Bevölkerung und den Geschäftstreibenden durchaus positiv wahrgenommen und vor allem eingehalten wird. Die Mitarbeiter leisten hier wertvolle Arbeit", sieht sich Eustacchio in der Umsetzung des Verbotes bestätigt.

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