Grünraum im Jakomini
Kritik an Verbauung beim Styria Media Center

Neben dem Styria Media Center wird jetzt gebaut.
  • Neben dem Styria Media Center wird jetzt gebaut.
  • Foto: Marija Kanizaj
  • hochgeladen von Stefan Haller

Am Gadollaplatz fahren die Bagger auf: Der fast 9.000 Quadratmeter große Park gegenüber von der Grazer Messe muss dran glauben. 190 Wohnungen sollen hier in den nächsten beiden Jahren entstehen. Jetzt hagelt's Kritik. 

GRAZ. Der Bezirk Jakomini glänzt nicht gerade mit Grünraum – und wird immer weiter verbaut. So zum Beispiel vis-à-vis der Stadthalle, wo seit Beginn der Woche die Bagger aufgefahren sind. Eigentlich hätte der Styria Park noch bis 2025 bestehen bleiben sollen, doch das scheint sich erledigt zu haben. Bis 2025 werden hier stattdessen 190 Wohnungen errichtet. Deren Flachdächer sollen zwar begrünt werden, aber an öffentlich zugänglicher Parkfläche sollen nur sogenannte Parklets bleiben (Mikroparks zwischen den Gebäuden). Die neue Stadtregierung hat diesen Baustart mit Kritik quittiert. 

Vom Fußballplatz zum Wohnblock

Angefangen hat das alles 2006, als die Grazer Messe das Grundstück, auf dem heute unter anderem das Styria Media Center steht, an den gleichnamigen Konzern verkauft hat. Der ehemalige Fußballplatz des Grazer Sportklubs sollte allerdings trotz dieses Besitzwechsels zumindest teilweise Grünraum bleiben: Die schwarz-blaue Stadtregierung unter Siegfried Nagl bezahlte einen jährlichen Pachtzins von über 105.000 Euro, um sich einen Teil des Grundstücks weiterhin zu sichern und darauf einen temporären Park zu errichten, den Styria Park. Dieser hätte grundsätzlich bis 2025 bestehen bleiben sollen – so zumindest der Plan. 

Grünraum besser sichern

Jetzt wird der Park schon früher verbaut, was der aktuellen Bürgermeisterin sauer aufstößt: „Hätte man den Grünraum im bevölkerungsreichsten Bezirk der Stadt Graz ernsthaft sichern wollen, hätte die Stadt Graz vor Jahren Vorsorge treffen können, als ihr das Grundstück noch gehört hat. Stattdessen hat die Stadt Graz einen hohen Pachtzins bezahlt für einen Park, der jetzt eingestampft wird." Die neue Koalition werde weitaus sorgfältiger mit Grünraum umgehen, so Kahr. 

Auch der frisch gewählte Bezirksvorsteher von Jakomini, Lubomir Surnev, ist nicht begeistert: "Es gibt kaum noch Grünraum im Bezirk. Daher ist jede weitere Verdichtung abzulehnen. Leider werden wir durch die Vorgangsweise der früheren Mehrheiten im Rathaus vor vollendete Tatsachen gestellt, obwohl sich der Bezirksrat immer parteiübergreifend gegen die Verbauung ausgesprochen hat.“

Mehr Information:

Baustart für "Media Center Living"

  • 190 Wohnungen mit durchschnittlich 63 Quadratmetern
  • 144 Tiefgaragenplätze
  • klimafreundliche Bebauung mit begrünten Flachdächern

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