Kulturelles und spirituelles Baujuwel: Minoritensaal wird um sechs Millionen Euro saniert

Steirer für den Minoritensaal: Werner Hauser, Christian Purrer, Pater Bernhard Lang, LH Hermann Schützenhöfer, Hans Sünkel, Bürgermeister Siegfried Nagl, Pater Tomasz Zegan, Peter Grabner und Christian Brugger (v. l.)
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  • Steirer für den Minoritensaal: Werner Hauser, Christian Purrer, Pater Bernhard Lang, LH Hermann Schützenhöfer, Hans Sünkel, Bürgermeister Siegfried Nagl, Pater Tomasz Zegan, Peter Grabner und Christian Brugger (v. l.)
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Das Kuratorium "Freunde für Mariahilf" präsentierte heute die detaillierten Pläne des Sanierungsvorhabens. Land Steiermark und Stadt Graz tragen die Hälfte der Kosten, weitere Spenden sind noch notwendig. Im Sommer 2021 wird der Minoritensaal wiedereröffnet.

Wesentliches kulturelles Zentrum

"Unser Ziel ist es nicht nur, die notwendigen Renovierungsarbeiten durchzuführen, sondern den Konvent der Minoriten und den Minoritensaal wieder zu einem wesentlichen kulturellen Zentrum der Landeshauptstadt zu machen", leitete Kuratoriumsvorsitzender und TU-Altrektor Hans Sünkel ein. Gemeinsam mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Bürgermeister Siegfried Nagl, den Patres Bernhard Lang und Tomasz Zegan, dem Leiter des Bundesdenkmalamts Steiermark Christian Brugger, Peter Grabner von der Bauabteilung der Diözese Graz-Seckau sowie Energie Steiermark-Vorstandsvorsitzendem Christian Purrer und Steiermärkische Verwaltungssparkasse-Vorstandsmitglied Werner Hauser stellte er die Pläne sowie den zeitlichen Fahrplan für die umfassenden Arbeiten vor.

"Wissen, was wir schuldig sind"

Provinzial Bernhard Lang und Guardian Tomasz Zegan betonten die Wichtigkeit des Miteinander: "Wir haben dieses Kulturgut von Menschen früherer Generationen übernommen und unsere Aufgabe ist es, dieses an weitere Generationen zu übergeben."
Das Land Steiermark steuert 1,5 Millionen Euro bei, die Stadt Graz ebenso viel. "Wir wissen, was wir unseren Baudenkmälern schuldig sind. Kunst bei den Minoriten ist weit mehr als ein Aushängeschild und symbolisiert auch die Offenheit und Libertät der Kirche", sagt Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Bürgermeister Siegfried Nagl lobt die Arbeit des Konvents der Minoriten sowie jene des Kuratoriums: "Wir als Stadt sind den Brüdern für ihre Gastfreundschaft dankbar und schätzen es sehr, dass die Stadt Graz hier ihre Veranstaltungen durchführen darf."
Durch Großspender wie die Energie Steiermark, die Steiermärkische Verwaltungssparkasse oder Magna konnten weitere 250.000 Euro aufgestellt werden, auch das Bundesdenkmalamt wird noch seinen Beitrag leisten. 

Das Kuratorium "Freunde für Mariahilf" stellte die umfassenden Sanierungspläne vor.
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Infrastruktur wird erneuert

Der Baustart für die Sanierung des Minoritensaals und des Kreuzgangs erfolgt im Februar 2020, im Sommer 2021 wird der Minoritensaal wieder eröffnet werden. "Die Ansprüche und Anforderungen haben sich verändert. Die Beleuchtung, Belüftung und Medieninstallationen sowie die gesamte Infrastruktur müssen erneuert werden", betont Peter Grabner. Christian Brugger vom Bundesdenkmalamt bezeichnet den Minoritensaal als Kulturobjekt für die gesamte Gesellschaft und meint: "Es sind auch nicht sichtbare Arbeiten, wie etwa die statische Sicherung im Dachstuhl, notwendig. Zudem basieren die Fresken auf einer Holzkonstruktion mit einem darüber liegenden Putzträger." Aber nicht nur der Minoritensaal, sondern auch der Innenhof, der künftig autofrei sein wird, und die Fenster werden umgestaltet und erneuert. 

Spenden sind willkommen

Da aber noch rund zwei Millionen Euro zur Disposition stehen, hat das Kuratorium einige Events organisiert um die nötigen Mittel aufzustellen. So wird es im November und Dezember 2019 sowie im Jänner 2020 Konzerte für den Minoritensaal geben. Am 20. November kochen die Topköche Johann Lafer und Christof Widakovich für die Großspender beim Benefiz-Ganslessen auf. "ZIB-Moderatorin Nadja Bernhard wird durch den Abend führen", freut sich Sünkel.
Natürlich ist man auch auf die Spenden der Steirer und Grazer angewiesen, weswegen die große Spendenaktion "Steirer für den Minoritensaal" gestartet wird. 
Alle, die für die Sanierung des Minoritensaals spenden wollen, können dies gerne tun. Das Spendenkonto lautet auf "Bundesdenkmalamt, 1010 Wien", Aktions-Code A150, IBAN: AT07 0100 0000 0503 1050.
"Wir bitten, dass uns alle Menschen helfen, das Kulturgut Minoritensaal in neuem Glanz erstrahlen zu lassen", appellieren die Patres der Minoriten.

Hier geht es zur Website des Minoritensaals.

Steirer für den Minoritensaal: Werner Hauser, Christian Purrer, Pater Bernhard Lang, LH Hermann Schützenhöfer, Hans Sünkel, Bürgermeister Siegfried Nagl, Pater Tomasz Zegan, Peter Grabner und Christian Brugger (v. l.)
Das Kuratorium "Freunde für Mariahilf" stellte die umfassenden Sanierungspläne vor.
Autor:

Martina Maros-Goller aus Graz

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