Lebhafter Betrieb in der Puchstraße

Rauchende Köpfe und dampfende Suppenteller; von links: Peter Piffl-Percevic, Gerhard Stiegler und Karlheinz Rathkolb
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  • Rauchende Köpfe und dampfende Suppenteller; von links: Peter Piffl-Percevic, Gerhard Stiegler und Karlheinz Rathkolb
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Man möchte annehmen, im Johann Puch-Museum Graz werde ein Bäumchen mit Zündkerzen bestückt und unter Strom gesetzt, während leiser Benzinduft die Räume durchzieht.
Kleiner Scherz! Weihnachten ist dort sehr wohl eine stille Zeit, da über die Jahreswende die Tore geschlossen bleiben. Unter anderem, weil hinter den Mauern der letzten Halle des historischen Stammwerkes von Johann Puch konzentriert gearbeitet wird.

Die Instandhaltung fordert nicht nur den Einsatz an den Originalfahrzeugen. Auch Modelle wollen repariert werden, wo sich Transport- oder Lagerschäden eingestellt haben. Außerdem sind einige besondere Motorräder aus Eggenburg heimgekommen und müssen für eine Präsentation vorbereitet werden.

Es geht aber auch um grundlegendere Angelegenheiten. Museumsleiter Karl-Heinz Rathkolb hat einige Proponenten und Förderer des Museums an einen gemeinsamen Tisch gebeten, um Weichenstellungen für die nahe Zukunft zu erörtern.

Bei „Würschtel mit Saft“ und gut gekühltem Bier aus der nahen Brauerei Puntigam wurden Optionen debattiert. Aus der Chef-Etage von Magna Steyr war Vizepräsident Wolfgang Zitz gekommen. Ebenso Roman Pöltner, Geschäftsführer der Magna Steyr Fahrzeugtechnik.

Ex-Magna-Vorstand Gerhard Stiegler, heute Fachkonsulent der Branche, engagiert sich für Zukunftsfragen des Museums, aber auch ein Proponent wie Peter Piffl-Perčević, praktizierender Puch-Pilot auf einem TR2 mit Historie.

Zur Erinnerung und weil es wichtig ist: Das Museum wird zwar von Stadt und Land unterstützt, beruht aber auf privater Initiative. Es ist also auch kein „Werksmuseum“, sondern eine Kulturinitiative von der Basis her. Hier wird also Geschichte „von unten“ erzählt, teilweise von den Menschen, die gemacht haben, was hier gezeigt wird.

Zu den Fragen der inhaltlichen Museumsausrichtung brachte sich auch Franz Tantscher ein, Motorradsammler und vormals Werksmechaniker des mehrfachen Motocross-Weltmeisters Harry Everts. Johann Haidinger, Bezirksvorsteher Gries, verfolgte die Debatte.

In diesem Zusammenhang kam ferner ein eben erschienenes Buch auf den Tisch: „Die Geschichte des Steyr Puch 500, In Österreich weltbekannt“, herausgebracht vom Verlagshaus Hernals. Eine Darstellung auch der sozialgeschichtlichen Dimension dieser Automobilgeschichte.

Zur Zeit wird im Kulturreferat des Museums an einem kleinen Museumsführer gearbeitet, der 2013 verfügbar sein wird. Während also andere Ferien machen, geht es in der Puchstraße lebhaft zu, um im kommenden Jahr noch interessanter darstellen zu können, was die junge Geschichte der individuellen Mobilität ist und wie Graz beziehungsweise die Steiermark darin über mehr als hundert Jahre eine bedeutende Rolle spielen.

+) Das Museum: [link]

Wo: Johann Puch-Museum, Puchstraße 85, 8020 Graz auf Karte anzeigen

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