Leidenschaft, Herz und Café-Soufflé

Erfolgsduo: Gert und Margaretha Liebisch gönnen sich Urlaube nach Kroatien, ansonsten investierte das bescheidene Paar lieber ins Zafita – seit Jahren mit viel Erfolg.
  • Erfolgsduo: Gert und Margaretha Liebisch gönnen sich Urlaube nach Kroatien, ansonsten investierte das bescheidene Paar lieber ins Zafita – seit Jahren mit viel Erfolg.
  • Foto: Prontolux
  • hochgeladen von Christoph Hofer

"Dieses klassische Café in Graz muss man gesehen haben" – neben dem Eingang des "Zafita" in der Girardigasse 6–8 prangt an der Wand ein Artikel der renommierten englischen Zeitung "Herald Tribune", der übersetzt einen Besuch der legendären Konditorei als To-do in Graz unbedingt empfiehlt.
"Wir sind bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt", freuen sich Gert und Margaretha Liebisch, die das Café führen. 1881 gegründet, ging das Café 1919 in den Familienbesitz der Familie Zafita über – seit über 50 Jahren ist Gert Liebisch hier schon tätig.
"Ich habe bereits mehr als 60 Lehrlinge ausgebildet, sie sind teilweise auf Kreuzfahrtschiffen oder internationalen Top-Restaurants unterwegs. Das ist ein schönes Gefühl", strahlt der Mann, der heuer seinen 75. Geburtstag feiert.

Angeheizte Gerüchteküche
Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren Gerüchte, dass das Café zusperren würde. Darauf reagiert das Ehepaar Liebisch inzwischen gelassen: "Viele kommen vorbei oder rufen an – manchmal sind es bis zu zehn Anrufe am Tag – und freuen sich, dass das Café noch offen hat. Natürlich werden wir das Café nicht mehr ewig führen, aber jetzt machen wir es und es gefällt uns." Wichtig ist beiden, dass die Tradition und Handwerkskunst, die sie in ihrem Unternehmen pflegen, nicht ausstirbt. "Wo gibt es in Graz denn heute noch so ein Café wie uns?", fragt Margaretha Liebisch.
"Ich glaube, wir haben überlebt, weil wir auf Tradition Wert legen, keine andere Filiale aufgemacht, sondern uns stets auf diese hier konzentriert haben, und wir haben die Leidenschaft, das Herzblut und die Liebe für den Beruf", fasst sie die Erfolgsfaktoren zusammen. "Früher gab’s über 20 Konditoreien in Graz, jetzt zählen wir zu den letzten", fügt ihr Mann nachdenklich hinzu.
Über den Standort meint er: "Die Girardigasse ist inzwischen eine Durchzugsstraße, das war nicht immer so. Wir sind über jedes Geschäft froh, dass sich hält." Das Zafita hat sich gehalten. Mit selbst gemachten Pralinen, Torten und anderen Leckereien überzeugt es sein Publikum. "Wir hatten eine Stammkundin, die sich jeden Tag unser berühmtes Café-Soufflé per Fahrraddienst nach Hause bestellt hat. Solche Geschichten zeigen, dass man den richtigen Weg gegangen ist."

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