Lexikon des unnützen Wissens: Alter Schwede, es ist alles in Butter

Die Redewendung ist bereits uralt. Friedrich Wilhelm war ein preußischer Kurfürst, der von 1620 bis 1688 lebte. Er warb nach dem Dreißigjährigen Krieg ältere schwedische Soldaten als Ausbildner für sein Heer an. Die waren sehr beliebt und wurden daher freundschaftlich mit "Alter Schwede" begrüßt.

Dank der alten Schweden war beim preußischen Heer bald einmal alles in Butter. Im Mittelalter wurden teure Gläser von Italien über die Alpen transportiert, damit sie nicht zerbrachen, wurden sie in Fässer gefüllt, in denen sich heiße, also flüssige, Butter befand. Als diese gekühlt und fest war, konnten den Gläsern nichts passieren - es war alles in Butter.

Sehr viel passieren konnte dagegen Rittern, die im Stich gelassen wurden. Die Redewendung kommt von mittelaterlichen Ritterturnieren. Wenn ein Ritter dabei zu Boden ging, musste sein Knappe ihm aufs Pferd helfen, weil die Rüstungen so schwer waren. War der Knappe ab nicht rechtzeitig da oder reichte ihm schnell genug die Lanze, dann ließ er den Ritter ungeschützt „im Stich“ seines Gegners. 

Mehr zu Redewendungen und ihren Bedeutungen in den nächsten Ausgaben dieses Lexikons! Übrigens: Der Begriff "Hobby" kommt vom englischen "hobby-horse", ein Kinderspielzeug, an dem oft ein Stab angebracht war. Darum sagt man auch "Steckenpferd" dazu ...

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