Dringender Appell
Machen wir die steirischen Kinderspielplätze rauchfrei!

Dieses Bild soll bald der Vergangenheit angehören: Rauch und Zigarettenstummel auf steirischen Spielplätzen.
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  • Dieses Bild soll bald der Vergangenheit angehören: Rauch und Zigarettenstummel auf steirischen Spielplätzen.
  • Foto: WOCHE
  • hochgeladen von Roland Reischl

Rund 1,2 Millionen Menschen sterben weltweit jährlich an den Folgen des Passivrauchens – rund 165.000 von ihnen sind Kinder unter 5 Jahren. Eine erschreckende Zahl, die eigentlich alle Erwachsenen aufrütteln sollte.
Dies ist jedoch nicht die einzige Gefahrenquelle, die von Rauchern ausgeht: Die Tabakvergiftung ist nämlich eine der häufigsten Vergiftungserscheinungen bei Kleinkindern. Und das geht relativ einfach: In einem unbemerkten Moment schnappt sich das Kind den achtlos weggeworfenen Zigarettenstummel, steckt ihn in den Mund und schluckt ihn. In einem solchen Stummel befinden sich rund 250 verschiedene Giftstoffe, bei einer "Überdosis" kann das sogar tödlich enden ...

Rauchfreie Spielplätze in der Steiermark

Daher ist die Forderung eine nur allzu logische: Auf allen steirischen Kinderspielplätzen soll und muss künftig ein Rauchverbot gelten. Einige Gemeinden gehen da ja schon mit gutem Beispiel voran, die Mehrheit verzichtet aber noch auf solche Regelungen.
Graz war eine der ersten Kommunen, die flächendeckend auf Rauchwolken auf Spielplätzen verzichtet hat. Kein einfacher Weg, wie der zuständige Stadtrat Kurt Hohensinner anmerkt: "Vorausgegangen ist dem lange Diskussion, auch juristischer Natur, weil nicht klar war, ob ein solches Verbot über eine ortspolizeiliche Verordnung geregelt werden kann." Schlussendlich traf man eine politische Entscheidung, die sich im Juli das erste Mal jährt: Seit dem Sommer 2020 gilt auf allen öffentlich zugänglichen Kinderspielplätze und –flächen, die im Eigentum der Stadt Graz stehen, ein Rauchverbot.

Graz: 30 Euro bei Missachtung des Rauchverbots

Die Kontrolle erfolgt durch die Ordnungswache, beim ersten Vergehen werden Organstrafen von 30 Euro verhängt. Bei wiederholten Verstößen droht ein Verfahren, Geldstrafen bis zu 1.000 Euro sind möglich. Erste Bilanz: "Wir haben kaum negative Rückmeldungen und der Gewinn ist ja ein doppelter. Es geht ja nicht nur um den Rauch an sich, sondern vor allem auch um die Vermüllung und die herumliegenden Zigarettenstummel.

Kinderbüro ist Vorreiter für Rauchverbot

Auch Thomas Plautz, Geschäftsführer des steirischen Kinderbüros, reagiert auf Nachfrage der WOCHE mit großer Zustimmung: "Natürlich wäre ein solches generelles Rauchverbot auf Spielplätzen wünschenswert, optimal wäre eine Verankerung des Verbots im Tabakgesetz."

Unterstützt die WOCHE-Initiative: Thomas Plautz, Geschäftsführer des steirischen Kinderbüros.
  • Unterstützt die WOCHE-Initiative: Thomas Plautz, Geschäftsführer des steirischen Kinderbüros.
  • Foto: Kinderbüro
  • hochgeladen von Roland Reischl

Ein solcher Vorstoß ist letztes Jahr im Nationalrat gescheitert, daher führt der Weg vorerst nur über die Gemeinden. Hier bittet das Kinderbüro aber breite Unterstützung an: So können dort Tafeln bestellt werden, die den Spielplatz als rauchfreie Zone ausweisen, auch steht man den Gemeinden in der Aufklärung gerne mit Rat und Tat zur Seite.

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WOCHE holt die "Rauchfreien" vor den Vorhang
Gemeinsam mit den steirischen Kindern geht es also darum, der Vision von den rauchfreien Spielplätzen einen Schritt näher zu kommen: Alle Gemeinden sind aufgefordert, auch ihre Spielplätze rauchfrei zu machen. Die WOCHE wird jenen, die hier mit gutem Beispiel vorangehen, auch gerne eine mediale Bühne bieten!
Mehr Infos findest du auf "Rauchfreie Spielplätze", interessierte Gemeinden können sich unter office@kinderbuero.at melden.

Dieses Bild soll bald der Vergangenheit angehören: Rauch und Zigarettenstummel auf steirischen Spielplätzen.
Unterstützt die WOCHE-Initiative: Thomas Plautz, Geschäftsführer des steirischen Kinderbüros.


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