Grazer Kinderbürgermeister
"Nehmt mehr Rücksicht auf uns Kinder!"

Die Stadtoberhäupter der Grazer Kinder: Lea Poldrack und Luis Margreiter setzen sich für Gleichaltrige ein.
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  • Foto: Kinderbüro
  • hochgeladen von Anna-Maria Riemer

Die WOCHE wollte von den beiden Kinderbürgermeistern Lea und Louis wissen, was große Grazer für die kleinen tun können.

Nachdem Graz bereits im Jahr 2012 vom Bundesministerium als kinderfreundliche Stadt zertifiziert wurde, unterzieht man sich auch heuer wieder dem mehrstufigen Auditprozess, um erneut diese Auszeichnung zu bekommen (die WOCHE berichtete). Dieses Mal ist das Ziel jedoch noch höher gesteckt, so möchte Graz die familienfreundlichste Stadt Österreichs werden. Erstmalig wurden heuer auch die Unicef-Richtlinien zur Kinderfreundlichkeit in den Prozess miteinbezogen. Letzte Woche plädierte die SOS-Kinderdorf-Geschäftsführerin Heidi Fuchs für konsumzwangfreie Plätze in der Natur und mehr Mut zur Baulücke. Nun melden sich auch die Grazer Kinderbürgermeister Luis Margreiter und Lea Poldrack zu Wort und bestätigten die Forderung von Fuchs: "Es werden immer mehr Häuser gebaut, aber ich wünsche mir mehr Grünraum", sagt Luis.

Orientierung und Rücksicht

"Nehmt mehr Rücksicht auf uns", appellieren die beiden Nachwuchs-Poltiker und beziehen sich dabei nicht nur auf die Autofahrer. So komme es auch immer wieder in voll besetzten Straßenbahnen vor, dass sich die Erwachsenen an den Kindern vorbei drängeln, "und wenn sie uns dann anrempeln, schauen sie böse und tun so als ob wir Schuld wären", drückt Luis sein Unverständnis aus. Abgesehen vom Umgang mit den Jüngste in Graz, hat der Neunjährige einen weiteren Vorschlag, wie Graz wirklich kinderfreundlich wird: "Es wäre toll, wenn sich Kinder in der Stadt dank tieferen Hinweisschildern und mehr Farbe besser orientieren könnten." Und die elfjährige Lea ergänzt: "Es wäre schön, wenn es mehr Unterstellplätze gibt, falls man gerade von der Schule nach hause geht und es zu regnen beginnt." Zudem wünschen sich die beiden, dass die Öffi-Tickets für Kinder günstiger werden.

Umweltschutz

Auch in puncto Freizeit sehen die Kinderbürgermeister Luft nach oben: "Viele Schulen haben Sportplätze und es wäre toll, wenn man auch nach der Schule auf diesen spielen darf", sagt Luis. Lea fügt hinzu: "Ich würde mir mehr Freizeitangebote für Mädchen und Frauen wünschen, denn mir kommt vor, dass Jungs oft bevorteilt werden." Doch es gibt auch tolle Plätze in Graz, sagt Lea: "Ich mag den Augarten, weil dort gibt es viele tolle Spielgeräte" und Luis verbringt gerne Zeit im Leechwald: "Der ist echt cool." Doch der kleine Bürgermeister kritisiert: "Im Wald in Mariatrost werden immer wieder Bäume gefällt aber die werden nie abgeholt. Wenn man sie schon abholzt, sollte man sich auch verarbeiten." Generell wünschen sich die beiden von den Erwachsenen mehr Bewusstsein: "Wir müssen uns um die Umwelt kümmern, damit die Luft besser wird und es im Sommer auch nicht so warm ist. Mein Ziel ist es, allen klar zu machen, dass wir die Natur schützen müssen", betont Lea.

Autor:

Anna-Maria Riemer aus Graz

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