Beruhigung hält an
263 Steirer in den letzten 24 Stunden neu mit Corona infiziert

Fast 240.000 Steirerinnen und Steirer haben die erste Corona-Teilimpfung erhalten, über 70.000 genießen bereits den vollen Schutz beider Impfungen.
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  • Fast 240.000 Steirerinnen und Steirer haben die erste Corona-Teilimpfung erhalten, über 70.000 genießen bereits den vollen Schutz beider Impfungen.
  • Foto: Konstantionov
  • hochgeladen von Roland Reischl

Die aktuellen Zahlen am Dienstag, 12. April:
Die Zahlen gehen weiter zurück, derzeit sind 3.596 Menschen in der Steiermark aktiv infiziert, in den letzten 24 Stunden wurden 263 Neuerkrankungen (Montag: 216) festgestellt. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 158 (Montag: 155).

Gemeinden ohne Corona
Ebenfalls positiv: 16 steirische Gemeinden verzeichnen aktuell keinen einzigen Corona-Fall. Es handelt sich dabei um
Pusterwald, St. Kathrein/Hauenstein, Altenmarkt/St. Gallen, Vordernberg, Klöch, Michaelerberg-Pruggern, St. Oswald/Plankenwarth, Mettersdorf, Neudau, Ragnitz, Ottendorf, Bad Blumau, Öblarn,  Mitterndorf/Raab, St. Marein/Mürztal und St. Stefan/Stainz.

Rund 245.000 Steirer immunisiert

Laut der steirischen Landesstatistik sind derzeit die Impfungen von 245.460 Steirerinnen und Steirer dokumentiert, davon haben 72.010 Menschen beide Teilimpfungen erhalten.
Österreichweit haben 1.520.597 Menschen (19,6 % der impfbaren Bevölkerung) eine erste Dosis erhalten. 633.422 Menschen haben die für einen vollständigen Impfschutz notwendigen Impfdosen erhalten.

Zahlen in allen Bezirken stabil

Die meisten Infizierten gibt es mit 661 in Graz, dahinter liegen Graz-Umgebung (373), Hartberg-Fürstenfeld (346) und die Südoststeiermark (292). Die meisten Infizierten pro 1.000 Einwohner wurden in den Gemeinden Hohentauern (Murtal, 25,6), St. Georgen/Judenburg (Murtal, 22,1) und Edelschrott (Voitsberg, 13,1) gemeldet.

Seit Ausbruch der Pandemie sind in der Steiermark 69.803 Menschen erkrankt, 64.289 Menschen sind wieder genesen.
Mit Stand 13. April 2021 sind in der Steiermark insgesamt 1.918 Personen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus verstorben, in den letzten 24 Stunden sind 4 Todesfälle dazugekommen. 2,7 Prozent der an Corona erkrankten Menschen sind dem Virus zum Opfer gefallen.
Information über Gratistests in Apotheken gibt es hier.

Alle Informationen zum Thema Corona-Virus in der Steiermark finden Sie HIER.

Neuigkeiten:

Ab sofort kann man die Impfdaten des Landes Steiermark quasi "live" abrufen. Auf impfen.steiermark.at kann man genaue Zahlen für das Bundesland ablesen. Zu den Detailauswertungen gehört eine Zeitleiste, die Altersverteilung sowie bestellte und verimpfte Dosen. Bei den Zahlen handelt es sich jeweils um den Stand des Vortages.
Außerdem gibt es unter dem Namen „Impf-Standorte" eine interaktive Steiermarkkarte, die sämtliche Impfstraßen und die rund 800 Impfordinationen der niedergelassenen Ärzte, inklusive genauer Adresse, zeigen.
Das nationale Impfgremium hat die Entscheidung getroffen, den Impfstoff AstraZeneca sehr wohl auch für Menschen über 65 Jahre sowie für Hochrisikopatienten freizugeben. Dies sei auch für die Steiermark erfreulich, weil es eine Anpassung der Impfstrategie ermöglicht. Hermann Schützenhöfer hatte sich als Vorsitzender der Landeshauptleute-Konferenz für diese Lösung stark gemacht.

Pressekonferenz der Landesspitze zur aktuellen Lage am Mittwoch, 31. 3.:
Wider Erwarten verständigte man sich heute bei einem Krisengipfel zwischen Politik, Sozialpartnern und Gesundheitsexperten auf den Verzicht eines neuerlichen harten Lockdowns für die Steiermark.
Die Menschen würden sich fragen, warum neben dem Osten des Landes nicht auch andere Bundesländer schließen. Doch von den neun Bundesländern "sind wir in der Inzidenz die zweitbesten nach Vorarlberg, andere Bundesländer haben zum Teil doppelt höhere Inzidenzraten", begründete Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer die Entscheidung. Die wichtigste Frage sei die Auslastung der Spitäler. "Auch ich will nicht erleben, einem alten Menschen zu sagen: Geh nach Hause sterben, wir haben kein Bett mehr für dich", erklärte der Landeshauptmann. Ihm bereite die Sorglosigkeit der Menschen am meisten Sorgen: "Wenn sich jeder an die Grundregeln halten würde, wäre das die halbe Maut."

Schützenhöfer sieht "planlose Bundesregierung"
In einem ersten Schritt soll die Teststrategie weiter forciert und das Angebot bis auf die Gemeindeebene verstärkt werden. "Wir wollen versuchen, die Dinge auf Gemeindeebene in den Griff zu bekommen", erklärte Schützenhöfer und nannte dabei das Beispiel Bezirk Murau, wo einzelne Schulschließungen nach Ostern beschlossen wurden. "Wir gehen den transparenten steirischen Weg weiter und machen Testen auf kurzem Weg möglich", bekräftige auch LH-Vize Anton Lang, der gleichzeitig an die Steirer appellierte, das Gefahrenpotenzial nicht zu unterschätzen und nicht über Ostern "die Regeln außer zu Kraft setzen." Ungewohnt harte Worte fand Schützenhöfer für die Verantwortlichen in Wien. Auf die Frage, welche Pläne der Bundesregierung er mittragen könne, antwortete er: "Es wäre schön, wenn die Bundesregierung einen Plan hätte ..."

Impfen als einziger Ausweg
Die entscheidende Frage bliebe laut Schützenhöfer das Tempo bei den Impfungen. So sollen bis Ende April alle über 65-Jährigen geimpft sein und bis Ende Mai alle 50Plus. "Das", so Schützenhöfer, "bleibe derzeit aber ein frommer Wunsch."
Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß betonte indes, dass die Zahlen in der Steiermark zwar hoch seien, aber die Inzidenz liege "konstant unter 200 und in den Spitälern sind aktuell 56 Intensivbetten belegt, im Herbst waren wir schon bei 127 Intensivbetten."
Auch Karlheinz Tscheliessnigg, Vorstand der steirischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes konnte in dieser Hinsicht vorerst beruhigen: "Das Besondere jetzt ist, dass Patienten schneller angesteckt werden und länger auf der Intensivstation sind. Daher muss man mit Ressourcen haushalten." Die östlichen Bundesländer seien bekanntlich punkto Auslastung am Anschlag, die Steiermark sei dagegen gemeinsam mit Oberösterreich bereit, noch Patienten aufzunehmen.
Man gehe beim Bettenmanagement nach einem Stufenprinzip vor: "Wir haben Auslastungsstufen für Betten eingeführt. Es gibt vier Stufen und sind derzeit am Weg von Stufe 2 auf 3", so der KAGes-Vorstand. Bei 100 belegten Intensivbetten müsse man über einen Lockdown dringend nachdenken.

Mehr Polizeikontrollen
Neben dem politischen Appell für mehr Achtsamkeit sollen auch die Polizeikontrollen verstärkt werden. "Es wird gemeinsam mit den Gesundheitsorganisationen Schwerpunktkontrollen in allen Bereichen, angefangen von Parks über Beherbungsbetriebe bis hin in den Privatbereich geben", erklärte Landespolizeidirektor Gerald Ortner.

Schutz durch Erkrankung
Das sind wirklich beruhigende Nachrichten, vor allem für all jene Menschen, die bereits eine Corona-Infektion hinter sich haben: In einer groß angelegten Studie der Med-Uni Graz mit der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und der Stanford University wurde die Frage beantwortet, wie stark bereits einmal erkrankte Menschen gefährdet sind, erneut an Corona zu erkranken. Dies wurde erstmals im Rahmen einer Studie basierend auf nationalen Infektionsdaten untersucht und veröffentlicht.

91 Prozent Schutz durch Erkrankung

Im Rahmen der zweiten Infektionswelle (September bis November 2020) wurden Personen, die sich im Rahmen der ersten Infektionswelle (Februar bis April 2020) mit Covid19 infizierten hatten, mit der übrigen österreichischen Bevölkerung verglichen. Nach einem Abstand von ungefähr sieben Monaten zur Erstinfektion zeigte sich, dass Personen mit einer bereits durchgemachten Infektion – im Vergleich zu einem Erstinfekt – ein um 91Prozent niedrigeres Risiko für einen erneuten Infekt aufwiesen. „Obwohl wir natürlich sehr vorsichtig mit Vergleichen zu Impfstoffstudien sein müssen, deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass man nach einer SARS-CoV-2 Infektion einen ähnlich starken Schutz vor einer neuerlichen Infektion hat wie nach einer Impfung“, schlussfolgert Stefan Pilz von der Med Uni Graz, der gemeinsam mit Ali Chakeri von der AGES der Erstautor dieser Fachpublikation ist.

"Wichtige Fakten zur Bekämpfung der Pandemie"

Im Rahmen der Studie wurden bei 40 Personen Re-Infektionen mit SARS-CoV-2 nachgewiesen. Ein kleiner Warnhinweis: Es wurden zwar PCR-Tests für die Diagnosesicherung eingesetzt, dennoch weisen die Studienautoren darauf hin, dass die Ergebnisse aufgrund der nicht zu 100% spezifischen Tests vorsichtig zu interpretieren sind.
Dennoch sei diese Publikation von entscheidender Bedeutung, weil sie zum ersten Mal das tatsächliche Re-Infektionsrisiko der gesamten Bevölkerung eines Landes, inklusive aller Altersgruppen, darstellt. „Diese Daten zeigen eine sich aufbauende Immunität gegen SARS-CoV-2 in der österreichischen Bevölkerung, wobei wir aktuell noch nicht wissen, inwieweit diese Immunität auch auf diverse Virusmutationen umzulegen ist“, betont Franz Allerberger von der AGES. Weitere Auswertungen des Re-Infektionsrisikos über längere Zeiträume, sowie auch Daten aus anderen Ländern, seien daher erforderlich. Die Forschungsgruppe rund um Stefan Pilz, Franz Allerberger und John PA Ioannidis von der Stanford University wird diese auch in Zukunft bearbeiten. Die Wichtigste Botschaft der Forscher: "Aktuell geben uns diese Studienergebnisse aber vor allem eines – wichtige Fakten mit einem positives Signal im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie."

Seit 1. Feburar können sich alle Steirer für eine Corona-Schutzimpfung vormerken lassen, ebenfalls unter www.steiermarkimpft.at.


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