"Psst, streng geheim" – Kinder lernen die Kurrentschrift

Eintauchen in alte Schriftwerke und Geheimnisse entdecken: Das ist der neunjährigen Elena beim Workshop mit Elisabeth Küter in der Steiermärkischen Landesbibliothek gelungen.
  • Eintauchen in alte Schriftwerke und Geheimnisse entdecken: Das ist der neunjährigen Elena beim Workshop mit Elisabeth Küter in der Steiermärkischen Landesbibliothek gelungen.
  • Foto: KK
  • hochgeladen von Andrea Sittinger

Kinder sollen und müssen Geheimnisse haben. Aber nicht alle Geheimnisse sollten und müssen auch immer bedenkenlos geheim vor der Erwachsenenwelt bleiben. Die Grazerin Elisabeth Küter hat ein Geheimnis gefunden, das Kinder gerne mit ihr teilen: Sie weiht sie in die Kurrentschrift ein, für die Höhersemestrigen unter uns vielleicht noch streckenweise entzifferbar, für die Kinder und Jugendlichen aber im wahrsten Sinne des Wortes eine Geheimschrift.

Schrift sitzt von A bis Z

Vergangene Woche hat Küter einen ihrer Workshops in der Steiermärkischen Landesbibliothek abgehalten und zehn junge "Schreibdetektive" sind an ihren Lippen gehangen und ihr von A bis Z gefolgt. Neben der Herstellung von eigenen Schreibschachteln und Federkielen hat sich die Gruppe auch das gesamte Alphabet in Kurrent vorgeknöpft. Eine der begeisterten Schreiblehrlinge war die neunjährige Elena: "Ich kann jetzt Wörter schreiben, die außer mir niemand lesen kann", freut sie sich über ihr neues Geheimnis. Am Ende des Kurses sind die Kinder einander in einem Wissensquiz in zwei Gruppen gegenüber gestanden. "Wir haben leider nicht gewusst, was der Unterschied ist zwischen 'ein Buch reparieren" und 'ein Buch restaurieren' und haben deswegen verloren, aber es war trotzdem voll lustig", ist Elena nur ein bisschen enttäuscht nach der "Niederlage".

Aus wenig viel machen

"Mir geht es in erster Linie darum, Kinder für etwas zu begeistern, was nur mehr wenige Menschen kennen", schildert Elisabeth Küter ihre Motivation. "Außerdem stelle ich immer öfter fest, dass heute sehr schnell alles gekauft wird und Kinder oft gewöhnt sind, alles zu bekommen." Daher wird in den Workshop mit dem gebastelt, was naheliegend ist und keinen großen –finanziellen – Aufwand darstellt, wie zum Beispiel Federkiele aus Zeitungspapier. So wird die Fantasie angeregt, die Kinder sind kreativ und das Wichtigste: Sie haben neue Geheimnisse.

Wer mehr über die Workshops von Elisabeth Küter erfahren möchte, kann hier nachlesen.

Autor:

Andrea Sittinger aus Graz

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