Radfahrer werden bald verstärkt kontrolliert

Wer telefonieren will, muss schieben.
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  • hochgeladen von Susanne Kraft

Seit Anfang April 2013 müssen sich RadfahrerInnen in Österreich an neue Verkehrsregeln halten. Als heimische Radhauptstadt ist Graz von dieser Regelung natürlich besonders betroffen. Nirgendwo sonst sind in den warmen Monaten so viele Menschen mit dem Rad unterwegs.
Die WOCHE informiert über die Reaktionen der Polizei und fasst die wichtigsten Neuerungen noch einmal kurz zusammen.

Handy weg. Telefonieren während des Fahrens ist ab sofort verboten. Wie beim Autofahren kann man dafür auf die Freisprecheinrichtung zurückgreifen. Wer gegen dieses Verbot verstößt, der muss mit einer saftigen Strafe rechnen. Diese orientiert sich an jener für die Autofahrer. Heißt im Klartext: 50 Euro sind fällig.

Neue Verkehrsflächen. Städte und Gemeinden dürfen selbständig neue Arten von Verkehrsflächen errichten. Fahrradstraßen sind gänzlich Radfahrern und Fußgängern vorbehalten und dürfen von Kraftfahrzeugen nur in Ausnahmefällen befahren werden – etwa von Fahrzeugen des öffentlichen Dienstes. In Begegnungszonen, haben schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Radler Vorrang. Hier gilt die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer. In beiden Verkehrsflächen ist eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h vorgeschrieben.

Radwegpflicht aufgehoben. Die zwingende Benutzung von Radwegen kann in speziellen Fällen aufgehoben werden. Wenn es Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs nicht beeinträchtigt, dürfen sich RadfahrerInnnen in den Autoverkehr einordnen.

Über die Medien hat ein Großteil der Bevölkerung von den Neuerungen erfahren und die aktuellen Vorschriften zur Kenntnis genommen. Kontrollen bleiben trotzdem nicht aus.
Reguläre Polizeistreifen haben bereits Anfang April damit begonnen, die neuen Regelungen in ihre Kontrollen zu integrieren. „Strengere Kontrollen werden später von der Fahrradpolizei übernommen, die ab Anfang Juni wieder im Einsatz sein wird“, erklärt Sprecher Fritz Grundnig von der Landespolizeidirektion. Dadurch, dass die Fahrradpolizei mit dem Rad unterwegs ist, sei sie prädestiniert, um solche Verhaltensübertretungen wahrzunehmen und zu ahnden. Wenn in der Zwischenzeit „eine normale Streife einen Delikt wahrnimmt, wird sie natürlich auch reagieren“, so Grundnig.

Zu den drohenden Höchststrafen konnte die Landespolizeidirektion noch keine genauen Angaben machen. „Gestraft wird wie bei jedem anderen Delikt auch“, so Grundnig. Die Strafen würden aber auch davon abhängen, wie sich der Fahrradlenker verhält und wie er dem Kollegen begegnet.
Wer während des Radelns dennoch etwas Wichtiges zu sagen hat, dem bleibt nur eines: absteigen und schieben.

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