Sauber gelöst: Grazer Müllentsorgung

Die große Klaue im Recyclingcenter in der Sturzgasse kümmert sich um die Abfallentsorgung.
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  • Die große Klaue im Recyclingcenter in der Sturzgasse kümmert sich um die Abfallentsorgung.
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Sie sind die letzten Zeugen der oft „ausschweifenden“ Feiertage: Berge von Müll, die sich an Straßenecken oder Hauseinfahrten türmen. Nicht ganz zu unrecht tun die Grazer ihren Unmut über die Müllproblematik kund. Tatsächlich quellen viele öffentliche, aber auch private Mistkübel über. Verantwortlich für die unschönen Flecken, die unser Straßenbild „verschandeln“ sind wir teilweise aber selbst. Produzieren wir doch pro Jahr um zehn Prozent mehr Müll – oder zumindest entsteht uns jährlich mehr Müll durch die zunehmende Verpackungsindustrie.

"Sturzplatz" gern genützt
Auch die Holding Graz Services, für die Abfallentsorgung in Graz verantwortlich, sind sich der Problematik bewusst und sagen dem Müll-Dilemma den Kampf an. Erst im November 2012 wurde eine Umfrage unter 350 Grazern durchgeführt, um die Zufriedenheit mit der Abfallswirtschaft, im Besonderen mit dem Recyclingcenter in der Sturzgasse, zu ermitteln.
Das Fazit: Der „Sturzplatz“ ist längst eine „Institution“ geworden, annähernd jeder kennt die Möglichkeit, dort seinen Müll abzuladen und zwei Drittel machen von dieser Möglichkeit auch Gebrauch. Wenig überrascht, dass das Recyclingcenter von mehr Männern als Frauen genutzt wird. Insgesamt schneidet der Sturzplatz bei den Kunden auch bei der Nutzungsfreundlichkeit, das heißt von der Anordnung der Container über das Wiegesystem bis hin zu den Öffnungszeiten sehr gut bis gut ab.

Abfallentsorgung ab Haus
Der Müll der Grazer wird je nach Material ein- bis viermal im Monat abgeholt, von wem, das wissen zwei Drittel allerdings nicht. Nur 30 Prozent kennen „ihre“ Abfallentsorger. Das bedeutet aber nicht, dass den Grazern Abfallentsorgung und Mülltrennung egal sind. Mehr als 70 Prozent sind diese Themen wichtig, mehr als 80 Prozent fühlen sich ausreichend über die Abfallentsorgung informiert. Nur 60 Befragte würden sich eine bessere Information mittels Medien oder Postwurfsendung zum Thema Müllentsorgung wünschen. Die Abfallentsorgung ab Haus wird von den befragten Grazern ebenfalls mit sehr gut bis gut bewertet.

2013 bringt „Big Belly“
Im neuen Jahr wird kräftig weiter entsorgt, nicht zuletzt, um den wachsenden Müllmengen gerecht zu werden. Im Auftrag der Holding Graz Services werden insgesamt 13 „Big Bellys“ im Grazer Stadtgebiet aufgestellt. Diese neuen „Riesenmistkübel“ werden an Ausflugszielen wie am Plabutsch zu finden sein. Einerseits bieten sie mehr Platz, andererseits berichtet ein Signal über den ständigen Füllstand des Behälters und verhindert so unnötige Anfahrten der Müllwägen.
Die Müllsammelstellen, an denen oft nicht nur Papier sondern auch Sondermüll gesammelt wurde, gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Die Altpapiertonnen wurden von dort abgezogen und durch nicht ganz unumstrittene eigene 240-Liter-Altpapierbehälter auf den Liegenschaften ersetzt.
„Daneben wurden mit Jahreswechsel noch weitere Neuerungen umgesetzt, um unser Service zu verbessern“, erklären die beiden Vorstandsdirektoren der Holding Graz Wolfgang Messner und Wolfgang Malik. So nimmt der Giftmüll-Express künftig auch Elektro-Kleingeräte wie Haarföns oder Videorekorder mit. Außerdem sollen neue Standorte angefahren werden.
Damit wir nicht im Müll ersticken, sind allerdings nicht nur allgemeine Lösungen gefragt, sondern jeder einzelne von uns ist gefordert. Das beginntbeim Einkauf und endet bei der Entsorgung. Vielleicht ein neuer Vorsatz für 2013?

Uns würde Ihre Meinung zur Müll-Thematik interessieren. Haben Sie Ideen, wie man den stetig wachsenden Müllbergen Herr werden könnte? Schicken Sie uns Ihre Anregungen einfach anredaktion@woche.at

So funktioniert die Abfallentsorgung

Die Holding Graz ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Graz. Die Firma AEVG und die ehemaligen Wirtschaftsbetriebe der Stadt Graz wurden 2011 in die Holding Graz überführt und mit der Sammlung und Verwertung aller in der Stadt Graz anfallenden „Siedlungsabfälle“ beauftragt.

- Die Restmüll-Sammlung und -Verwertung wird durch die Holding Graz selbst erledigt.

- Die Biomüll-Sammlung und -Verwertung wird durch die Fa. Servus als Subpartner erledigt.

- Die Altpapier-Sammlung und -Verwertung wird durch die Fa. Servus als Subpartner erledigt.

- Die Alttextilien-Sammlung und -Verwertung erledigt die Fa. ASA.

- Glasverpackungen werden durch die Fa. Servus entsorgt.

- Für Leichtverpackungen (gelber Sack) ist die Fa. entsorgt zuständig.

- Metallverpackungen entsorgt die Fa. Frikus.

Autor:

WOCHE Graz aus Graz

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