Schnee und Verkehrschaos in Graz: Seit vier Uhr sind 70 Fahrzeuge und 270 Mitarbeiter im Einsatz

50 Minuten Verspätung gab es im Frühverkehr.
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Winter Wonderland in Graz: Des einen Freud, des anderen Leid. Seit gestern Abend hat es durchgeschneit, die Landeshauptstadt wachte heute mit einer zehn Zentimeter hohen Schneedecke auf. Die weiße Pracht sorgte für einen Dauereinsatz des Wienterdienstes der Holding Graz, was das Chaos aber nicht verhindern konnte.

Chaos trotz Dauereinsatz

"Seit vier Uhr morgens sind 70 Räumfahrzeuge und 200 händische Arbeiter im Einsatz", erklärt Holding Graz-Sprecher Gerald Zaczek-Pichler. In Summe sind 270 Mitarbeiter im Dauereinsatz. "Das Problem ist, dass es ununterbrochen schneit und die Fahrzeuge auf den Durchzugsstraßen aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nicht durchkommen", führt Zaczek-Pichler aus. Begonnen wird immer auf den Hauptverkehrsachsen, doch das war heute besonders schwer.
Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln kam es in der Früh zu einer Verspätung von 50 Minuten. "Derzeit sind es noch 30 Minuten", so Zaczek-Pichler. Davon waren meist Busse betroffen, da hier staubedingt nur ein langsames Vorankommen möglich war.

Sperre des Plabutschtunnels

Auch die Sperre des Plabutschtunnels erschwerte den Einsatzkräften bei diesen Witterungsbedingungen die Arbeit. „Mit der Sperre des Tunnels stand alles still – wir auch“, sagt Peter Vogel, Einsatzleiter der Holding Graz am Vormittag. Vor allem das zeitliche Zusammentreffen der Plabutschtunnel-Umleitung durch das Stadtgebiet mit dem Morgenverkehr und dem starken Schneefall war eine besondere Herausforderung und nahm viel Zeit in Anspruch.

Unfälle mit PKW

Auch die Grazer Berufsfeuerwehr berichtet von einem intensiven Vormittag. "Es ging bereits um 7.50 Uhr mit einer Meldung los, dass in der Riesstraße ein Bus hängen geblieben ist. Auch die Bergung eines LKW mittels Seilwinde war notwendig", berichtet  Pressesprecher Thomas Schmallegger. Weiters gab es im ganzen Stadtgebiet einige PKW-Unfälle. Hinzu kam auch ein Brand in der Hafnerstraße. Die Berufsfeuerwehr ist täglich mit 56 Mann und drei Offizieren im Einsatz. "Wir hoffen natürlich auf eine Besserung der Wetterlage", so Schmallegger.
Verkehrsstadträtin Elke Kahr bedankte sich in einer Aussendung bei den Mitarbeitern des Winterdienstes und der Holding Graz, appellierte an alle, sich diesen Wetterbedingungen anzupassen und erinnerte auch die Hausbesitzer an ihre Gehsteig-Räumpflicht.

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