"Goldener Reißwolf 2020"
Sieg für Digitalisierungsprojekt der Stadt Graz

Sieger: Verena Ennemoser und ihr Team wurden von Siegfried Nagl, Mario Eustacchio und Magistratsdirektor Martin Haidvogl geehrt.
  • Sieger: Verena Ennemoser und ihr Team wurden von Siegfried Nagl, Mario Eustacchio und Magistratsdirektor Martin Haidvogl geehrt.
  • Foto: Stadt Graz/Fischer
  • hochgeladen von Roland Reischl

Auch heuer ging der "Goldene Reißwolf" wieder über die Bühne: Die Mitarbeiter der Stadt Graz und der Holding waren aufgefordert, absurde Vorschriften und sinnlose Gesetze zu benennen und Änderungsvorschläge einzubringen.Heuer hat das Projektteam mit Christina Miedl und Jürgen Schenk allerdings die Corona-Edition ausgerufen, Ideen und Vereinfachungen rund um Corona waren das Ziel des Bewerbs.

Gratis-Laptops an Schulen

Als einer der beiden Sieger konnte sich die Präsidiale der Stadt rund um Verena Ennemoser und Walter Nauta ins Rampenlicht rücken. Die schwierige Ausgangssituation zu ihrem Projekt wurde während des Lockdowns nur allzu deutlich: Die aktuellen Schulgesetze basieren auf einer "bring your own device"-Strategie, auf gut Deutsch: Jeder Schüler muss selbst dafür sorgen, dass er einen Laptop hat. In Zeiten von Homeschooling und "Distance Learning" wies das Präsidiale-Team auf folgendes  Gesetzes-Problem hin: Es gibt im Familienlastenausgleichsgesetz zwar die Regelung zur Gratis-Schulbuchaktion, es fehlt aber eineGesetzesgrundlage für eine Gratis-Laptop-Aktion. Die bisherige – nicht flächendeckende – Bereitstellungen von Geräten
durch Gemeinden war allein auf den guten Willen der einzelnen Gemeinden zurückzuführen. Damit kommen aber auch bei weitem nicht alle steirischen Schüler in den Genuss eines kostenlosen Gerätes, eine klare Ungleichbehandlung.

Österreich als Digitalisierungsvorreiter

Die positiven Konsequenzen einer Gesetzesänderung beschreibt das Präsidale-Team so: "Kinder sollten natürlichen Umgang mit Medien früh erlernen. Mit der vorgeschlagenen Digitalisierungsoffensivefür Schulen kann Österreich beim Erwerb von IT-Kompetenzen international Digital-Leader werden." Auch der vielzitierte
Fachkräftemangel hänge eng damit zusammen, Schüler sollten insbesondere nach Absolvierung der
Pflichtschulen solche Bildungsinhalte mitbekommen, die für das Berufsleben ausschlaggebend seien. Bei einem Gratis-Schüler-Laptop sei außerdem gesichert, dass alle Schüler ein einheitliches und serviciertes Gerät verwenden, mit dem sie auf gesichertem Weg mit den Lehrkräftenund Mitschülern kommunizieren können. Die Kosten für den Staat: Bei rund 1 Million Schülern in Österreich wäre das eine halbe Milliarde Euro.

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