Regionalitätspreis 2020
Siegreiche Mischung: Heimat trifft Exotik

Glückliche Regionalitätspreis-Gewinner: Das La Meskla-Führungsquartett setzt bei tropischen Gerichten auf regionale Zutaten.
  • Glückliche Regionalitätspreis-Gewinner: Das La Meskla-Führungsquartett setzt bei tropischen Gerichten auf regionale Zutaten.
  • Foto: Jorj Konstantinov
  • hochgeladen von Anna-Maria Riemer

Das La Meskla gewinnt den Regionalitätspreis 2020 und beweist, dass heimische Zutaten auf das Podest gehören.

"Wir fühlen uns geehrt, dass wir bei so hochkarätigen Mitbewerbern herausstechen konnten. Alle Finalisten hätten sich die Auszeichnung verdient, umso stolzer macht uns das Ergebnis", strahlt Julia Günzberg, die gemeinsam mit ihren Schwestern Antonia und Claudia sowie mit Partnerin Vanessa Zeballos die Fäden beim Restaurant La Meskla in der Kaiserfeldgasse 19 sowie den Ständen Shake Shaka und Tropicante am Lendplatz zieht.


Heimisch trifft exotisch

Willkommen ist im La Meskla jeder, der sich auf ein Geschmackserlebnis einlassen möchte. Gerade jetzt, wo Reisen eigentlich nicht möglich sind, bringt das La Meskla ein Stück Urlaub auf den Teller. Doch südamerikanisches Essen und Regionalität, wie passt das zusammen? "Wir kochen exotische Speisen mit Zutaten aus Österreich. Unsere Gerichte schmecken so authentisch wie mit regionalen Produkten möglich, sprechen alle Sinne an und sind ausgewogen", erklärt A. Günzberg und J. Günzberg fügt hinzu: "Wir stellen die Vielfältigkeit der südamerikanischen Küche in einem regionalen Rahmen dar. Da steckt viel Arbeit dahinter und wir haben unseren eigenen Stil."

Wichtig ist den Geschäftsführerinnen auch, dass sie für das Shake Shaka und das Tropicante am Lendplatz die Zutaten, beispielsweise Salat und Gemüse, auch vom dortigen Bauernmarkt besorgen. "Und wir verwenden ausschließlich heimische Forellen für unsere hawaiianischen Poké Bowls", so J. Günzberg. Auch im La Meskla selbst liegt der Fokus auf Produkten aus der Region, so haben sie unter anderem eine Kooperation mit der Pilzkiste und verwenden Sojabohnen aus der Steiermark. "Wir haben so vieles in der Umgebung, warum sollte man das nicht auch in einem Profi-Konzept verwenden", so J. Günzberg. 

Mut in der Krise

Und das La Meskla (zu deutsch: die Mischung) mischt auch in einem anderen Bereich mit: Obwohl die südamerikanische Küche als sehr fleischlastig gilt, hat sich das Führungs-Quartett dazu entschieden, das Fleischangebot deutlich zu reduzieren, ohne dabei auf das Protein zu verzichten (siehe Beitrag rechts). "Es war angesichts der Coronakrise vielleicht der ungünstigste Zeitpunkt für eine solche Umstellung, aber wir haben sie trotzdem gemacht. Generell haben wir die vergangenen Monate dank unserer loyalen Kunden gut überstanden und uns ist die Arbeit nicht ausgegangen", so A. Günzberg: "Wir nehmen auch in Zukunft die Dinge, wie sie kommen und versuchen, das Beste daraus zu machen."

Gelebte Gastfreundschaft

Der Kontakt zu den Gästen liegt ihnen besonders am Herzen: "Uns ist das Feedback, das direkt von unseren Kunden kommt, sehr wichtig. Eine von uns ist immer vor Ort, unsere Kunden können jederzeit mit ihrem Anliegen zu uns kommen", so J. Günzberg, die es immer noch nicht glauben kann: "Wir sind dankbar, dass so viele für uns abgestimmt haben. Den WOCHE-Regionalitätspreis zu gewinnen ist ein schönes Gefühl und eine große Ehre."

Südamerikanisch braucht kein Fleisch

Während der vergangenen Monate waren Schlachtbetriebe viel in den Medien, meist wegen negativer Zustände. Das gab den Geschäftsführerinnen von La Meskla den letzten Schubs: "Da unsere Küche einen sehr fleischlastigen Ruf hatte, wollten wir der lückenhaften Tierhaltung auch bei biologischem Rind- und Schweinefleisch entgegenwirken. Als Gastrobetrieb kommt man bei hohen Fleischmengen in Sachen Qualität an seine Grenzen und man fragt sich, ob man überhaupt solche Mengen noch verarbeiten kann beziehungsweise will. Wir haben nun eine stark fleischreduzierte Karte, nur noch bei den Empanadas gibt es Varianten mit Fleisch – aus der Region versteht sich", so Julia Günzberg.

Dennoch, das La Meskla sei kein "Veggie-Restaurant", sondern weiterhin ein südamerikanisches, in dem auch "Fleischtiger" satt werden: "Jede unserer Speisen beinhaltet mindestens gleich viel pflanzliches Protein wie eine vergleichbare mit Fleisch. Wir wollen zeigen, dass es ohne Fleisch geht, und andere Gastro-Betriebe motivieren, ihren Fleischverbrauch zu reduzieren."

Newsletter Anmeldung!

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen