St. Peter – Messendorf: Lkw-Verkehr stört Ruhe im Bezirk

Lkw, Prototypen und mehr: Im Wohngebiet rund um den Köglerweg in St. Peter ist das hohe Verkehrsaufkommen nicht mehr zumutbar.
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"Laut Verkehrsexperten ist das einzigartig in Österreich", äußert Karl Gruber sein Unverständnis. In unmittelbarer Nähe seines Wohnhauses fahren täglich bis zu 2.000 Lkw vorbei. Schon seit 20 Jahren kämpft er dafür, dass die Styriastraße an den Autobahnzubringer A2Z angebunden wird, um das Verkehrsaufkommen vor seiner Haustür zu reduzieren.

Ab Juni 3.000 Lkw

"Es gibt schon fertige Pläne, die gemeinsam mit der Asfinag entwickelt wurden, aber bisher fehlte immer das Geld für die Umsetzung", sagt Gruber und zählt alle Verkehrsstadträte auf, an die er seit 1999 dieses Thema herangetragen hat. "Der Verkehr, Lärm, Feinstaub – es ist nicht mehr erträglich", seufzt der Anrainer. Derzeit zählt er 2.000 Lkw täglich. "Durch die gute Auftragslage der Industrie wird sich die Anzahl der Lkw ab Juni um noch einmal 1.000 steigern." Im Gewerbegebiet Messendorf sind derzeit rund 5.000 Menschen beschäftigt. "Natürlich brausen manche auch in der 30-er Zone mit 76 Kilometer pro Stunde durch", hofft Gruber endlich auf ein Einschreiten seitens der Stadt.

Keine finanziellen Mittel

Entsprechende Anträge, das Gewerbegebiet nach dem Vorbild der Murpark-Kreuzung mit dem Autobahnzubringer A2Z anzubinden, wurden etwa von ÖVP-Gemeinderäten im April 2016 eingebracht. Im Jänner diesen Jahres stellte FPÖ-Gemeinderat Christoph Hötzl eine Anfrage an Verkehrsstadträtin Elke Kahr und führte aus, dass sich das Grundstück bereits im Eigentum der Holding Graz befinde und entsprechende Planungsvorschläge bereits vorhanden seien. Die schriftliche Antwort ist nahezu ident mit den Ausführungen von Martin Kroissenbrunner, Leiter der Abteilung für Verkehrsplanung der Stadt Graz. "Die Anbindung der Styriastraße an den Autobahnzubringer A2Z ist im Maßnahmenplan des Grazer Mobilitätskonzeptes 2020 als Maßnahme enthalten. Die Prioritäten werden jedoch von der Politik getroffen und derzeit gibt es keine finanziellen Mittel, um dieses Projekt zu realisieren", erklärt Kroissenbrunner. Eine Vorreihung des Projektes würde laut dem Verkehrsexperten eine neue Prioritätenreihung im Mobilitätskonzept 2020 erfordern.
"Ich habe eine große Toleranzgrenze, aber die Situation ist der Horror", gibt Gruber die Hoffnung nicht auf, zuhause Ruhe genießen zu können.

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Kämpft für Entschärfung des Verkehrs: Anrainer Karl Gruber

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