Stadt der Bäume: Graz hat tiefe Wurzeln und hohe Kronen

Stadtförster Peter Bedenk: „Holz ist für die Lebensqualität wichtig: Eine 120 Jahre alte Buche speichert 3,5 Tonnen Co2.“
2Bilder
  • Stadtförster Peter Bedenk: „Holz ist für die Lebensqualität wichtig: Eine 120 Jahre alte Buche speichert 3,5 Tonnen Co2.“
  • Foto: Prontolux/meinbezirk
  • hochgeladen von Martina Maros-Goller

Sie speichern CO2, produzieren Sauerstoff, sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, wichtig für das Stadtklima und dienen als Naherholungsgebiete: Grazer Parks und Wälder können sich sehen lassen, was die Anzahl und Arten der Bäume angeht. Die WOCHE geht der Frage nach, wie es um den Baumbestand in Graz bestellt ist, welche Baumarten zahlenmäßig überwiegen (siehe Grafik links) und wie viel Wald in Graz steckt.

Baum ist nicht gleich Baum

„Wir als Holding Graz betreuen 22.000 Bäume, diese Zahl spiegelt jedoch nicht den Gesamtbaumbestand der Stadt wider“, erzählt Holding-Konzernsprecher Gerald Zaczek-Pichler. Demnach werden nicht alle Bäume von der Holding betreut – etwa Wohnhaus- oder Waldflächen oder die Anlage beim Schloss Eggenberg. Im Zuge des letzten schweren Unwetters am 12. Juni mussten 201 Bäume gänzlich entfernt werden. „Die Ersatzpflanzungen werden diesen Herbst beziehungsweise im Frühjahr 2019 durchgeführt“, sagt Zaczek-Pichler.

Waldreiches Graz

Für die städtischen Wälder ist Stadtförster Peter Bedenk zuständig. „Die 25 Prozent Waldfläche in der Stadt machen uns zur waldreichsten Stadt Österreichs“, sagt Bedenk und führt aus, dass die Rotbuche mit 28 Prozent die Hauptbaumart in Grazer Wäldern ist. Gefolgt wird sie von der Kiefer (14 Prozent), der Fichte (knapp 13 Prozent) und der Eiche mit zwölf Prozent.
Die Grazer Wälder sind komplex miteinander verbunden, weshalb es schwierig ist zu sagen, welcher der größte Wald ist. „57 Prozent Laubholz stehen 43 Prozent Nadelholz gegenüber“, meint der Stadtförster und erklärt, dass es in Graz einige bis zu 160 Jahre alte Bäume gibt.

Ersatzpflanzungen an der Mur

Das Thema Bäume kann nicht ohne die Baumfällungen im Zuge der Errichtung des Zentralen Speicherkanals beleuchtet werden. „In diesem Zusammenhang wurden 839 Bäume gefällt. Diese werden aber im Verhältnis 1:1 wieder angepflanzt“, versichert Zaczek-Pichler.
Diese können dort dann auch eine beliebige Größe haben.

Stadtförster Peter Bedenk: „Holz ist für die Lebensqualität wichtig: Eine 120 Jahre alte Buche speichert 3,5 Tonnen Co2.“
Graz ist voll mit Bäumen und diese erfüllen viele Funktionen in der Stadt.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen