Nachhaltig feiern in Graz
Studierende wollen faire Partys

Wollen umweltfreundliche, faire Partys: Die Studierenden Philine Dudler, Ines Hladen, Marena Dworschak, Luise Tieglack und Franziska Dienstl sowie zehn weitere Studeriende haben recherchiert und nachgefragt, wie das gelingen könnte.
10Bilder
  • Wollen umweltfreundliche, faire Partys: Die Studierenden Philine Dudler, Ines Hladen, Marena Dworschak, Luise Tieglack und Franziska Dienstl sowie zehn weitere Studeriende haben recherchiert und nachgefragt, wie das gelingen könnte.
  • Foto: Jörgler
  • hochgeladen von Lisa Ganglbaur

Wie die Clubszene nachhaltiger werden könnte: Damit haben sich Studierende jetzt monatelang beschäftigt.

Weggeworfene Plastikbecher, weite Anfahrtswege von Acts, wenig ethnisch-soziale Durchmischung unter den Partygästen: Das ist auch in Graz oft Realität bei Partys und Events. Derzeit schreiben der Stadtpark und andere Grazer Party-Hotspots Müll-Schlagzeilen. Zugleich arbeiten Studierende an der Uni und im Parkhouse an Konzepten für nachhaltigere Partys. 

In den einzelnen Teams (ökologische & technische Nachhaltigkeit/ ökonomische & rechtliche Rahmenbedingungen/ soziale Nachhaltigkeit & Online Event/ Kommunikation & Marketing) gab es viel Gesprächsstoff.
  • In den einzelnen Teams (ökologische & technische Nachhaltigkeit/ ökonomische & rechtliche Rahmenbedingungen/ soziale Nachhaltigkeit & Online Event/ Kommunikation & Marketing) gab es viel Gesprächsstoff.
  • Foto: Jörgler
  • hochgeladen von Lisa Ganglbaur


Forschen für faire Feste

Feiern nachhaltiger zu gestalten ist für Studierende ein derart treibendes Thema, dass die Studierende Franziska Dienstl den Anstoß für diese völlig neu entwickelte Lehrveranstaltung gegeben hat: "Nachhaltig Feiern in Graz" hat im letzten Semester vier Uni-Vortragende und ein 15-köpfiges Studierendenteam intensiv auf Trab gehalten:

  • Braucht es Plastikbecher, Strohhalme und Servietten wirklich? 
  • Können Musiker und Gäste mit den Öffis zum Event anreisen, gibt es vor Ort ausreichend Fahrrad-Abstellplätze? 
  • Was ist antirassistische Musik und wie funktionieren Solifonds? 
  • Wie macht man nachhaltiges Event-Marketing?

Die Liste an Fragen ließe sich noch lange fortsetzen. Ins Gespräch mit der WOCHE bringen die Studierende ganz unterschiedliche Inputs für faire Feste mit. Damit wollen sie der Clubszene innovative und nachhaltige Blickwinkel aufzeigen. All ihre zusammengetragenen Erkenntnisse haben sie inzwischen auch einem Praxis-Check unterzogen.

Im Gespräch mit der WOCHE haben die Studierenden ihre Erkenntnisse erläutert.
  • Im Gespräch mit der WOCHE haben die Studierenden ihre Erkenntnisse erläutert.
  • Foto: Jörgler
  • hochgeladen von Lisa Ganglbaur

Events im Parkhouse

In Form von selbstorganisierten Events im Parkhouse haben sie ihre Vorschläge auf Praxistauglichkeit getestet und mit Veranstaltern diskutiert: "Die Ehrlichkeit und das Interesse der Studierenden am Thema hat man gespürt. Die Gastro ist eine wilde Branche. Ich habe immer schon den Ehrgeiz gehabt, da etwas zu tun und in Sachen nachhaltigem Feiern etwas voranzutreiben", erklärt Martin Aichmayer vom Parkhouse. Beim ersten Event haben neben Martin Aichmayer auch Magdalena Eberhardt (TripTalks), Alexander Flegar (mediaevent), Uwe Gallaun (Kombüse), Matthias Grasser (inTakT), Leonie Groihofer (Stadt Graz), Mena Huber (IG ClubKultur), Julia Reiter (I'm In Love With Kollektiv), Gregor Schenker (Schlagergarten Gloria) und Katharina Vipauz (Stadt Graz) miteinander diskutiert.

Einige der Diskussionsteilnehmer:innen beim ersten Event: Toni Krisper, Martin Aichmayer, Alexander Flegar, Uwe Gallaun, Leonie Groihofer, Katharina Vipauz.
  • Einige der Diskussionsteilnehmer:innen beim ersten Event: Toni Krisper, Martin Aichmayer, Alexander Flegar, Uwe Gallaun, Leonie Groihofer, Katharina Vipauz.
  • Foto: KK
  • hochgeladen von Lisa Ganglbaur

So geht nachhaltiges Feiern in Graz

Nun haben die Studierenden ihre erforschten Konzepte in einem 33-seitigen Leitfaden zusammengestellt. "Trotz digitaler Lehrveranstaltung haben die Studierenden große Schritte aufeinander zugemacht und intensiv am Thema gearbeitet", zeigt sich auch Lehrveranstaltungsleiterin Martina Friesenbichler überaus zufrieden. Am Wochenende haben die Studierenden ihre Vorschläge präsentiert und diskutiert. Für den Realitycheck sorgte ein Event, bei dem mit Grazer Veranstalter:innen und Clubbetreiber:innen über die Umsetzbarkeit gesprochen wurde.
Auch nach Semesterende wollen einige Studierende weiter an inklusiven, regionalen und umweltfreundlichen Festen für Graz arbeiten und weitere Veranstaltungen organisieren.

Nachhaltig feiern auf Social Media

"Nachhaltig feiern in Graz" heißen die Accounts auf Facebook und Instagram. Außerdem gibt's den Leitfaden zum Nachlesen und zu die Diskussions-Events zum Nachsehen.

1 Kommentar

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen