Von Mensch zu Mensch-Bilanz: So viele Hilferufe wie noch nie zuvor

Für Mitmenschen im Einsatz: Altbürgermeister und "Von Mensch zu Mensch"-Initiator Alfred Stingl
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  • Für Mitmenschen im Einsatz: Altbürgermeister und "Von Mensch zu Mensch"-Initiator Alfred Stingl
  • Foto: Foto Jörgler
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Unsere Aktion „Von Mensch zu Mensch“ verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 einen Rekordansturm.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge dürfen wir die Halbjahresbilanz unserer WOCHE-Sozialaktion "Von Mensch zu Mensch" präsentieren. "Lachend, weil es uns in den vergangenen Monaten einmal mehr gelungen ist, Hunderten Grazern in Not hilfreich zur Seite zu stehen. Weinend, weil es noch nie so viele Fälle gab, wie in diesem Jahr", zieht Altbürgermeister Alfred Stingl Bilanz. "417 Hilferufe erreichten uns von Jänner bis Juni." Das sind 53 Fälle bzw. rund 14 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. "Dazu kommt, dass die einzelnen Hilfestellungen im Durchschnitt wesentlich höher waren und oft mehrfache Unterstützung notwendig war", schildert Stingl.

Gesundheit im Fokus

Einen stetigen Zuwachs gibt es seit mehreren Jahren im Bereich Gesundheit, der auch heuer im ersten Halbjahr wieder Spitzenreiter ist. 119 Menschen wurde hier geholfen. Aktuell konnte eine Familie unterstützt werden, die sehr viel Geld für die OP ihrer Tochter und die danach notwendigen Therapien bezahlen musste.
An zweiter Stelle steht das Thema Wohnen mit 103 Fällen. Hier sind es Rückstände bei Mieten, Strom und Heizung sowie Hilfe bei Kautionen, Möbeln oder defekten Haushaltsgeräten, weshalb sich Menschen an die WOCHE wenden.

Langjährige Unterstützung: Richard Kaufmann in Vertretung für Spar-Chef Christoph Holzer, Unternehmer Martin Auer, Alfred Stingl und Jörg Ehtreiber vom Kindermuseum Frida & Fred (v. l.)
  • Langjährige Unterstützung: Richard Kaufmann in Vertretung für Spar-Chef Christoph Holzer, Unternehmer Martin Auer, Alfred Stingl und Jörg Ehtreiber vom Kindermuseum Frida & Fred (v. l.)
  • Foto: Jorj Konstantinov
  • hochgeladen von Martina Maros-Goller

Corona und die Folgen

Der Anstieg an Ansuchen wie auch die höheren Hilfestellungen hingen maßgeblich mit den Folgen des Virus zusammen. "Angestellte in Kurzarbeit und Menschen, die ihren Job verloren haben, aber auch Einzelunternehmer, die über Monate kaum oder kein Einkommen hatten, klagten uns ihre Sorgen und Existenzängste", führt Stingl aus. Bei einer alleinerziehenden Mutter verschob sich nach einem geplanten Jobwechsel der Beginn der neuen Anstellung um einige Monate, was mit finanziellen Einbußen verbunden war. Die WOCHE-Aktion konnte mit einer Zuzahlung bei der Überbrückung helfen.

Hunderte Helfer

Alfred Stingl steht als WOCHE-Ombudsmann bei unserer Sozialaktion im Vordergrund. Er führt Gespräche, vermittelt, berät, hört den Menschen zu und hilft. Im Hintergrund aber wirken Hunderte Menschen, die uns bei der täglichen Arbeit helfen – darunter Ämter und Behörden, Hilfsorganisationen, Firmen, Serviceclubs, Vereinen und viele, viele Privatpersonen. Besonders hervorzuheben sind zwei Unternehmen, die uns seit Anfang an unterstützen: Die Firma Spar hilft mit Gutscheinen und auch das Notariat Pisk und Wenger steht uns mit Rat und Tat zur Seite. Ohne sie alle wäre es nicht möglich, so vielen Grazern und Grazerinnen zielführend unter die Arme zu greifen. Vielen Dank!

Hilfe seit Beginn: Walter Pisk mit Gattin Sigrid, Roland Reischl (v. l.)
  • Hilfe seit Beginn: Walter Pisk mit Gattin Sigrid, Roland Reischl (v. l.)
  • Foto: Jorj Konstantinov
  • hochgeladen von Martina Maros-Goller

WOCHE ZIEHT BILANZ

Im ersten Halbjahr 2020 erreichten uns insgesamt 417 Hilferufe.
103 Menschen konnte in Wohnungsangelegenheiten (Mieten, Kautionen, Energiekosten, Betriebskostenabrechnungen, Ausstattung, Reparaturen) geholfen werden.
119 Grazerinnen und Grazer wandten sich aufgrund sozialer Themen, Gesundheit oder benötigter Hilfe für Menschen mit Behinderung an uns.
37 Mal wurden wir aufgrund von Arbeitsplatzproblemen kontaktiert.
In 13 Fällen konnten wir in Integrationsfragen helfen.
55 Anliegen sind Familien-, Kinder- und Jugendangelegenheiten zuzuordnen.
41 Menschen suchten aufgrund von tragischen Schicksalsschlägen oder plötzlichen Notlagen unsere Hilfe.
49 Kontakte waren Fälle, die wir über einen längeren Zeitraum aufgrund unterschiedlicher Probleme betreuten.

Sie brauchen Hilfe? Kontaktieren Sie uns unter der Nummer 0316/6051 2630 oder per Mail: alfred.Stingl@woche.at
Sie wollen uns bei unserer Arbeit unterstützen? Wir freuen uns über jede Spende, um damit Menschen in unserer Stadt zu helfen.
"Von Mensch zu Mensch": IBAN: AT61 3150 0512 0704 0819

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