"The Graz Vigil"
Wie 732 Bürger über die Stadt wachen

Absolute Ruhe im Shelter hoch über Graz: Redakteur C. Hofer beobachtete eine Stunde lang das Treiben der Murmetropole.
3Bilder
  • Absolute Ruhe im Shelter hoch über Graz: Redakteur C. Hofer beobachtete eine Stunde lang das Treiben der Murmetropole.
  • Foto: Katharina Sherpa-Koller
  • hochgeladen von Christoph Hofer

Eine Stunde lang Graz beobachten: WOCHE-Redakteur Christoph Hofer hat bei "The Graz Vigil" mitgemacht.

Knapp vor Sonnenuntergang wird es in Graz nicht leise. Ab und zu ist das Geräusch der Straßenbahn ebenso zu hören wie unzählige Einsatzfahrzeuge. Ist ein Unfall passiert? Und wohin sind all die Passanten unterwegs, die ins Blickfeld kommen? Fragen über Fragen, die dann aufkommen, wenn man, wie WOCHE-Redakteur Christoph Hofer, die Stadt eine Stunde lang beobachtet. Diese einmalige Gelegenheit haben im heurigen Jahr exakt 732 Grazer, die im Rahmen des Kulturjahres am Projekt "The Graz Vigil" teilnehmen.

Keine Corona-Pause

"Sie alle werden zu Protagonisten ihrer eigenen Stadt und blicken jeweils zu Sonnenaufgang und Sonnenuntergang vom Schloßberg auf Graz", erläutert Werner Schrempf, der künstlerische Leiter von La Strada. Gemeinsam mit seinem Team und Choreographin Joanne Leigthon wurde dieses spezielle Projekt entwickelt.
"Für eine Stunde haben die Menschen die Möglichkeit, den Alltag hinter sich zu lassen, um die eigene Heimat zu beobachten und den eigenen Blick zu öffnen." Speziell ist auch der Aussichtspunkt, wurde doch ein eigener Holzbau, Shelter genannt, im Herbersteingarten errichtet. Jeder Teilnehmer wird in einem einstündigen Workshop auf die Vigil-Wache vorbereitet, am Tag steht dann auch ein Begleiter zur Verfügung, der alle persönlichen Gegenstände aufbewahrt, Fotos macht und als Ansprechpartner fungiert.
Selbst während des Lockdowns konnte "das Projekt stattfinden. "Die Teilnehmer haben ihre Vigil-Stunde einfach von zu Hause aus abgehalten. Es war wichtig, dass die Kette durch Corona nicht abgerissen wurde", freut sich Schrempf. Das Community-Projekt kommt übrigens sehr gut an, die Warteliste ist lang. Was soll am Ende des Jahres dann von "The Graz Vigil" überbleiben? "Jeder Teilnehmer schreibt seine Gedanken nach der Wache auf, diese Beiträge kann man online auf vigil.lastrada.at im Blog nachlesen. Wir planen 2021 eine Ausstellung in der Tennenmälzerei in Reininghaus."

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen