WOCHE-Leser Jochen Schönberger fordert: Graz braucht endlich eine U-Bahn!

Unterirdische Lösung: Jochen Schönberger würde sich eine U-Bahn für Graz wünschen.
  • Unterirdische Lösung: Jochen Schönberger würde sich eine U-Bahn für Graz wünschen.
  • Foto: J. Konstantinov
  • hochgeladen von Verena Schaupp

"Wir müssen endlich mit dem Bauen beginnen", meint Jochen Schönberger. Der WOCHE-Leser rückt damit das schon Ende der 90er-Jahre diskutierte Thema einer U-Bahn für Graz wieder ins Licht. Schönberger hat sich auf den letztwöchigen Kommentar zum Thema "Mobilität umdenken statt im Stau stecken" gemeldet, um der WOCHE seine Mobilitätsideen für Graz aufzuzeigen.

Graz ist nicht zu klein

"Die Einwohnerzahl von Graz wächst exorbitant", sagt Jochen Schönberger. "Der Grazer Stadtrat Helmut Strobl forderte bereits vor 20 Jahren eine U-Bahn für Graz, es wurde eine Studie und ein Plan erstellt. Zu teuer wäre das Projekt und Graz zu klein für eine U-Bahn. Aber während von 1971 bis 2001 die Einwohnerzahl von Graz rückläufig war, hat sie in den letzten 20 Jahren stetig zugenommen", meint Schönberger weiter. "Langfristig ist eine U-Bahn die einzige mobile Lösung, denn Graz wird weiterhin wachsen und wenn der Bau zehn Jahre dauert, ist Graz leicht groß genug für eine U-Bahn."

Vorteile der U-Bahn

Den Plan von damals würde Schönberger verwerfen, eine neue Studie in Auftrag geben und auf deren Basis zwei U-Bahn-Linien bauen lassen. "Ein U-Bahn-System ist kreuzungsfrei, ampelfrei und hat keine Staubildung zur Folge." Mit dem derzeitigen Grazer Öffi-Netz geht Schönberger hart in die Kritik.

Öffis aus den 90ern

Es sei zwar vom Jakominiplatz aus zu zentralen Punkten gut erschlossen, doch die Querverbindungen würden oft außer Acht gelassen. "Die Öffis in Graz sind in den 90ern stecken geblieben. In der Straßganger Straße – auf meinem früheren Schulweg – fahren die Busse heute noch im gleichen Intervall", erklärt der 36-Jährige.

Ideen zur Verbesserung

Diese Intervalle zu verkürzen, wäre daher ein weiteres Anliegen des WOCHE-Lesers. "Wenn bei großen Wohnsiedlungen die Busse nur zwei Mal in der Stunde fahren, muss man die Intervalle zwischen fünf und 24 Uhr verkürzen. Dass man unter der Woche abends 23 Minuten oder länger auf den nächsten Bus warten muss, kann nicht sein."
Auch einen Automaten-Fahrkartenverkauf in Bussen, so wie in den Straßenbahnen, würde Schönberger einführen. "Das würde vieles beschleunigen."

Weniger Feinstaub

Ebenso würde er die strenge Weisung der Busfahrer an Fahrpläne lockern. "Wichtiger wäre, wenn die Anschlüsse abgewartet werden. Es fehlt einfach ein System in Graz. Ich sehe keinen anderen Weg als eine U-Bahn. Stau, Feinstaub und Lärm – alles würde sich reduzieren."

Auch für GU

hat Schönberger Ideen zu einem U-Bahn-Ausbau. Lesen Sie alles dazu hier!

Infos:

1998 kam erstmals die Idee einer Mini-U-Bahn für Graz durch Stadtrat Helmut Strobl auf.
U-Bahnen in Europa: (Städte, die einwohnermäßig mit Graz vergleichbar sind)
Kopenhagen, DNK (~580.000)
Nürnberg, DT (~500.000)
Toulouse, FR (~460.000)
Thessaloniki, GR (~315.000)
Lille, FR (~230.000)
Brescia, IT (~200.000)
Einwohner Graz: 286.686 (mit Hauptwohnsitz, Stand: 1.1.2017, Quelle: Stadt Graz)

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