Mit dem Wasserstofffahrzeug dem Feinstaub entfliehen (+Video)

Die WOCHE Graz durfte das Wassertoff-Brennstoffzellen-Fahrzeug exklusiv testen.
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Toyota bietet mit dem Mirai eine mögliche Lösung zur Feinstaubproblematik in Graz. Die WOCHE Graz ist die Limousine probegefahren.

Auch heuer belegt Graz mit den Messstellen Don Bosco, Tiergartenweg und Petersgasse die traurigen drei ersten Plätze in der österreichischen Feinstaubjahresbilanz. Gut, dass die Automobilbranche im Wandel begriffen ist. Ob Biodiesel, Ethanol, Erdgas oder Wasserstoff: experimentiert wird mit den unterschiedlichsten alternativen Antriebstechniken. Bei Toyota Gady in der Liebenauer Hauptstraße durfte sich die WOCHE Graz ein eigenes Bild über das erste Serienauto mit Brennstoffzelle auf dem Markt machen.

Energiegeladen
"Der Toyota Mirai ist ein Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeug", klären Geschäftsführerin Elisabeth Gady-Steiner und Mitarbeiter Martin Kopriva auf. Nicht zuletzt aufgrund ihrer auffälligen Folierung fällt die sportliche, weiße Limousine schon beim Betreten des Autohauses ins Auge.

Das Funktionsprinzip des Mirai ist ein einfaches: Unter dem Passagierraum der Limousine befinden sich zwei Behälter, in die insgesamt rund 3,5 Kilogramm Wasserstoff passen. Tritt Sauerstoff durch die Lüftungsschlitze ein, reagiert dieser mit dem Wasserstoff – es entsteht Wasser, Energie wird frei. Der auf diese Art und Weise entstehende Strom treibt anschließend den Elektromotor des Wagens an. "Deshalb tropft aus dem Auspuff auch ausschließlich Wasser – theoretisch Trinkwasser", so Gady-Steiner.

Wermutstropfen
Bei einem Preis von neun Euro pro Kilogramm Wasserstoff und einer Reichweite von rund 500 Kilometern, ist das Fehlen von Tankstellen in Österreich ein echter Wermutstropfen. In Graz gibt es lediglich eine öffentliche Wasserstoff-Tankstelle beim Murpark, weitere befinden sich in Wien-Floridsdorf, in Asten bei Linz und in Innsbruck.

"Es ist wie mit der Henne und dem Ei. Der technische Durchbruch ist da, jetzt ist die Politik gefordert, Wasserstofftankstellen zu forcieren", appelliert die Geschäftsführerin. Das Auftanken selbst ist hingegen schnell und problemlos. In nur vier Minuten ist der Tank des Mirai voll.

Probefahrt
Neben dem relativ umweltfreundlichen Antrieb – die Herstellung von Wasserstoff benötigt ebenso Energie – besticht der Toyota Mirai mit einer gehörigen Portion Style und Technik. So erstreckt sich das Armaturenbrett über zwei 4,2-Zoll-Bildschirme, über einen 7-Zoll-Touchscreen werden Freisprechanlage, Navigation und Musik gesteuert. Die Lieblingslieder erklingen dann über ein hochwertiges JBL-Soundsystem. Bei so viel Laune sieht man dann auch gerne darüber hinweg, dass die Geschwindigkeitsanzeige für den eigenen Geschmack fast ein wenig zu weit rechts positioniert ist. 

Fazit
Die Automatik ist geschmeidig, die Beschleunigung auf der Autobahn bei 154 PS solide. Die hochwertigen, beheizten Sitze versprechen auch für Langstrecken Komfort, selbst wenn der Kofferraum mit 361 Litern Gepäckraumvolumen ein wenig klein geraten ist. Im Große und Ganzen hat der Mirai somit Potenzial – jetzt müssen nur noch die Tankstellen folgen.

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