Bim-Ausbau: 285 Millionen Euro für das Grazer Straßenbahnnetz bis 2030

Einigkeit bei Bim-Ausbauplänen: Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ)
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  • Einigkeit bei Bim-Ausbauplänen: Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ)
  • Foto: Stadt Graz/Fischer
  • hochgeladen von Martina Maros-Goller

Nordwest-Linie, innere und äußere Südwestlinie sowie ein mögliches Revival der Linie 2 – die Stadt Graz hat große Bim-Ausbaupläne. Diese wurden heute präsentiert.

"Ziel ist es nicht, mehr Straßenbahnen zu haben, sondern weniger Autos und dadurch eine Entlastung für die Grazer Verkehrssituation herbeizuführen", sagt der Schweizer Experte Willi Hüsler von der IBV Hüsler AG bei der Präsentation der Grazer Bim-Ausbaupläne am heutigen Freitag im Grazer Rathaus. Gemeinsam mit Bürgermeister Siegfried Nagl und Verkehrsstadträtin Elke Kahr sowie der Leiterin der städtischen Verkehrsabteilung Barbara Urban, stellte er seine Studie vor, die Grundlage für die mittel- und längerfristige Erweiterung des Straßenbahnnetzes in Graz ist.

Drei Linien haben Priorität

Eine Reihung nach Wichtigkeit war der Stadt Graz das oberste Anliegen bei der Beauftragung der Studie. So sollte herausgefunden werden, welche Routen im Bezug auf den finanziellen Aufwand und die Steigerung von Fahrgastzahlen am sinnvollsten seien. 
Von der Hüsler-Studie werden dabei drei Linien vorrangig zur Umsetzung empfohlen.
Die Nordwest-Linie vom Roseggerhaus über den Lendplatz nach Gösting erweist sich dabei als sehr sinnvoll, genauso wie die Südwestlinie von der Innenstadt nach Straßgang. Bei der Detailplanung soll aber noch geklärt werden, ob diese über die Lazarettgasse oder den Griesplatz führen soll.
Ein Revival könnte auch die Linie 2 erleben: Geht es nach den Verkehrsexperten soll diese vom Hauptbahnhof über den Lendplatz, Geidorfplatz und Geidorfgürtel in die Leonhardstraße und weiter zum LKH führen. 
"Dann würden wir zwei Universitäten mit Straßenbahnen erschließen, was für die Studentenstadt Graz großartig wäre", freut sich Bürgermeister Siegfried Nagl über die bevorstehende Bim-Offensive und die Einigkeit in diesem Punkt mit der Verkehrsstadträtin. Ziel wäre auch, weitere 50.000 Fahrgäste zu gewinnen. "Außerdem wäre dann jeder Grazer Stadtbezirk mit einer Straßenbahn erschlossen", so Nagl.

Investitionsvolumen 285 Millionen Euro

Im Herbst soll im Gemeinderat ein Grundsatzbeschluss dazu gefasst werden, damit die Detailplanung erfolgen kann. "Die Realisierung würde ab 2023 beginnen und sollte bis 2030 beendet sein", meint Nagl. In Summe steht dafür ein Investitionsvolumen von rund 285 Millionen Euro zur Verfügung. 
"Die Straßenbahnen sind das Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs und daher ist das ein wichtiger Schritt für die Netzerweiterung", betont Kahr, dass drei Linien (Reininghaus, Smart City und Innenstadtentflechttung), bis 2023 abgeschlossen sein werden. "Unsere Aufgabe ist es nun, die Weichen für das Jahrzehnt danach zu stellen."

Einigkeit bei Bim-Ausbauplänen: Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ)
Wollen die Pläne realisieren: Barbara Urban (Leiterin Verkehrsplanung), Bürgermeister Siegfried Nagl, Verkehrsexperte Willi Hüsler, Verkehrsstadträtin Elke Kahr und Verkehrsplaner Martin Bauer (v. l.). Über mehr Schienenkilometer könnte sich auch Bim-Fahrer Gerhard Sumann (zweite Reihe) freuen.

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