Am Prüfstand
Gute Kritiken für das neue Jugendgesetz

Zufrieden mit dem neuen Jugendgesetz: "Es ist zeitgemäß und endlich harmonisiert", sagt Landesrätin Ursula Lackner.
  • Zufrieden mit dem neuen Jugendgesetz: "Es ist zeitgemäß und endlich harmonisiert", sagt Landesrätin Ursula Lackner.
  • Foto: Lunghammer
  • hochgeladen von Roland Reischl

Seit 1. Jänner ist das neue Jugendgesetz (früher: Jugendschutzgesetz) in Kraft, wesentlicher Aspekt des Landesgesetzes: Erstmals gelang ein weitgehende Harmonisierung des Gesetzes über Bundeslandgrenzen hinweg, sowohl beim Rauchen und gebrannten Alkohol ab 18 Jahren sowie bei den Ausgehzeiten (hier hat nur Oberösterreich eine andere Regelung). 
Die WOCHE wollte es ganz genau wissen, gemeinsam mit dem renommierten Umfrageinstitut "m(Research" haben wir eine steiermarkweite Umfrage mit Eltern und Jugendlichen durchgeführt, alle Ergebnisse lesen Sie ab der nächsten Ausgabe im steirischen "WOCHE-Jugendreport".
Vorab haben wir die zuständige steirische Landesrätin Ursula Lackner zum Interview gebeten.

Was waren die Knackpunkte der Verhandlungen zum Gesetz?
Der Weg  war lang und herausfordernd. Im Mittelpunkt stand das Interesse, Freiheiten zu geben, wo es möglich und dort zu schützen, wo es notwendig ist.  Wesentlich ist, dass wir nun ein zeitgemäßes Jugendgesetz haben.

Was sind die großen Erfolge?
Ein großer Meilenstein ist die Schutzalteranhebung beim Rauchen auf 18 Jahre. Das habe ich von Anfang an befürwortet und vorangetrieben, weil wir aus anderen europäischen Ländern wissen, dass diese Maßnahme wirkt. Mit diesem Beschluss haben wir in Österreich endlich internationalen Standard erreicht.

Wie fällt eine erste Bilanz sieben Monate nach Inkraftreten des Gesetzes aus?
Durch die neue Gesetzeslage ist der Jugendschutz wieder in aller Munde. Das ist wichtig, um das Bewusstsein zu steigern. Es scheint so, als wären wir da auf einem guten Weg. Natürlich bringen die neuen Regelungen mit sich, dass es zu mehr Anzeigen kommt. Aber auch hier setze ich auf präventive Maßnahmen wie Beratungsgespräche und Schulungen.

Ein von Experten massiv thematisierter Bereich ist der Alkoholkonsum Jugendlicher. Wäre es nicht sinnvoll gewesen, das Alterslimit auf 18 Jahre anzuheben?
Es geht darum, dass junge Menschen den bewussten Umgang mit Alkohol verstehen lernen. Das wird mit Verboten nicht gelingen. Es ist wichtig, dass Jugendliche die Signale des Körpers erkennen und darauf reagieren. Die zweistufige Regelung mit nicht gebranntem Alkohol ab 16 und gebranntem Alkohol erst ab 18 wird von den Experten der Suchtprävention als gute Lösung bezeichnet.

Was sind präventiven Schwerpunkte des Landes im Jugendschutz?
Mein Ressort informiert auf allen Ebenen. Angeboten werden Workshops an, die vor allem von Schulen stark genutzt werden, es gibt unterschiedlichste Informationsmaterialien, wir arbeiten mit Kinospots und Videos, die von Influencern gestaltet wurden. Zudem ist gesetzlich verankert, dass beim Erstvergehen in Bezug auf Alkohol und Nikotin als Strafe eine Schulung verpflichtend ist.

Wesentlich sind neben den Jugendlichen die Eltern - versucht man diese ebenfalls zu erreichen?
Natürlich! Das Jugendgesetz ist der Rahmen für Eltern. Sie entscheiden letztendlich darüber was ihre Kinder dürfen. Der Jugendschutz funktioniert nur dann, wenn ihn alle Beteiligten leben: Jugendliche, Eltern und auch die Betriebe bzw. Veranstalter.

Letzte Frage: Haben Sie in Ihrer Jugend einmal eine Übertretung des Jugendgesetzes begangen?
Zum Jungsein gehört das Ausloten von Grenzen dazu, oder?

Autor:

Roland Reischl aus Graz

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