Dienstalk der ÖVP
Heiße Debatte: Josef Herk und Karl-Heinz Snobe über Fachkräftemangel

Im Talk über den Fachkräftemangel: Karl-Heinz Snobe, Moderator Michael Fleischhacker, Josef Herk, Detlev Eisel-Eiselsberg (v.l.)
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  • Im Talk über den Fachkräftemangel: Karl-Heinz Snobe, Moderator Michael Fleischhacker, Josef Herk, Detlev Eisel-Eiselsberg (v.l.)
  • Foto: STVP/Fischer
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Im Rahmen des von VP-Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg initiierten "Dienstalks" waren sie als Gäste geladen, im Vorfeld standen sie der WOCHE zum Thema Facharbeitermangel Rede und Antwort: Arbeitsmarktservice-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe und Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk.
So zum Beispiel zum Thema des (vermeintlich) schlechten Images der Lehre. Snobe setzt hier auf "best practice": "Positive Erfahrungen wie der Wert technischer Ausbildungen sowie die Chance auf gutes Einkommen könnten hier gegenwirken." Herk sieht das durchaus ähnlich: "Die Lehre wird leider von manchen Seiten immer noch schlecht geredet, damit muss Schluss sein." Denn, so Herk weiters: "Die Lehre hat aus meiner Sicht kein Imageproblem – zumindest nicht bei den Jugendlichen, wie die steigenden Lehrlingszahlen steigen."

Strategien gegen Fachkräftemangel

Dies wäre wohl auch der erste Schritt zur Bekämpfung des Facharbeitermangels, was wäre sonst noch zu tun? "Unser voller Fokus liegt auf Bildung und Qualifizierung. Derzeit bricht in den AHS nämlich noch immer jeder Vierte die Ausbildung ab oder wechselt den Schultyp, in den BHS ist es sogar jeder Dritte. Das können wir uns so nicht länger leisten, darum haben wir zum Beispiel ein Talentcenter ins Leben gerufen", erläutert Herk. Darüber hinaus würde man gemeinsam mit dem AMS gezielte Jobmessen für Branchen und Regionen organisieren, auch das neue Fachkräfteradar soll Betrieben bei der Suche helfen. Snobe ergänzt: "Wir beraten Firmen bei Suchstrategien, arbeiten an der Steigerung der Fachausbildungen, und schaffen eine bessere Positionierung von ungenutzten Potentialen wie Ältere, Frauen oder Migranten. Letzte Frage: Was wünscht man sich vom jeweils anderen? "Mehr Zusammenarbeit und weniger Vorhalte", schreibt Snobe der Wirtschaftskammer als Wunsch ins Stammbuch. " Wir würden uns eine Stärkung der innerösterreichischen Vermittlung wünschen. Je nach Bundesland und Region herrschen da nämlich höchst unterschiedliche Ausgangssituationen, da sehen wir auf jeden Fall noch Potenzial", so die Replik von Herk.

Kurz gefragt:

Ausbildung:
Josef Herk:  HTL in Steyr, anschließend zwei Meisterausbildungen, Karosseriebau und KFZ-Technik.
Karl-Heinz Snobe: Studium der Erziehungswissenschaft

Traumberuf als Kind:
Josef Herk: Unternehmer
Karl-Heinz Snobe: Elektriker

Wunsch an die Politik:
Josef Herk: Eine Öffnung unseres Arbeitsmarkts in Richtung Kroatien sowie eine Regionalisierung der Mangelberufsliste und eine ehrliche Debatte über arbeitsmarktpolitische Notwendigkeiten.
Karl-Heinz Snobe: ausreichende Ressourcenausstattung

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