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Jetzt werden die Österreicher digital fit gemacht

Fit fürs Internet: Thomas Arnoldner, Georg Pölzl, Peter J. Oswald, Margarete Schramböck, Ulrike Domany-Funtan, Wolfgang Hesoun präsentieren Digital-Verein.
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  • Fit fürs Internet: Thomas Arnoldner, Georg Pölzl, Peter J. Oswald, Margarete Schramböck, Ulrike Domany-Funtan, Wolfgang Hesoun präsentieren Digital-Verein.
  • Foto: BMDW/Philipp Hartberger
  • hochgeladen von Roland Reischl

Rund 700 Menschen der Altersgruppe 60 plus haben sich ins "Kaffee digital" getraut, 100 davon waren zwischen 80 und 90 Jahre alt – ein Highlight des Vereins "fit4internet", viele weitere sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen.

ÖSTERREICH. Die Initiative "fit4internet" wurde von Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck ins Leben gerufen, als Generalsekretärin des Vereins fungiert mit der gebürtigen Salzburgerin Ulrike Domany-Funtan eine kompetente Managerin, die um die Bedeutung digitaler Kompetenzen und deren Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich bestens Bescheid weiß. "Wir stellen da unser Licht oft unter den Scheffel, wir haben viele Unternehmen, die in diesem Bereich Vorreiter sind", fordert sie für die "Alpenrepublik" durchaus ein neues Selbstbewusstsein ein.

Digitale Zielgruppen: Junge, Ältere, Erwerbstätige

Dies allerdings in dem Wissen, dass es durchaus noch einiges zu tun gibt, drei wesentliche Zielgruppen hat sie sich gemeinsam mit ihrem "fit4internet"-Team vorgenommen: Es geht um Jugendliche, vor allem im außerschulischen Kontext, um Erwerbstätige mit geringeren Kenntnissen im Digitalbereich – und um die eingangs angesprochenen weniger digitalen Senioren. "Hier spielt vor allem das Format des Austausches eine Rolle, der Blick über die Schulter des anderen, um zu sehen, dass man mit seinen Schwierigkeiten nicht allein ist", erläutert Domany. Bei den Jugendlichen hingegen geht es mehr um Bewusstseinsbildung, darum, Kompetenzen zu schaffen, Datensicherheit zu thematisieren und zu lernen mit der Vielzahl an Information umzugehen.


"Unser Ziel ist es, die gesamte österreichische Bevölkerung auf dieses Niveau zu bringen." Ulrike Domany-Funtan

Digitale Kompetenzen messbar machen

"Digitale Kompetenzen" sind überhaupt die wesentlichen Säulen für Domany: "Bei Fremdsprachen zum Beispiel gibt es ganz klare Levels, man kann seinen Status gut einschätzen, im digitalen Bereich gibt es dann nicht." Noch nicht, denn ab April wird in Österreich auch das erstmals möglich sein. 25 verschiedene Kompetenzen hat man dafür definiert, 8 Kompetenzlevels wird es geben. Diese reichen von 1 (Das Kennen von Begrifflichkeiten bis hin zu einfachen Kenntnissen bei PC und Smartphone) bis hin zu 8 (dem Entwickeln und Progammieren von Lösungen). "Auf Level 3 bis 4 kann man alle wesentlichen digitalen Alltagssituationen meistern, unser Ziel ist es die gesamte österreichische Bevölkerung auf dieses Niveau zu bringen", definiert Domany einen engagierten Benchmark.

Top-Partner an Bord

Die dafür notwendigen Stellhebeln liegen aus ihrer Sicht auf der Hand: "Im ersten Schritt müssen wir Orientierung und Einschätzbarkeit schaffen für die Menschen schaffen." Im zweiten Schritt gehe es darum zielgerichtete Ausbildung auch zugänglich zu machen. "Wir werden keine neuen Angebote kreieren, sondern den Markt evaluieren und die Angebote auffindbar machen, unsere Plattform soll ein One-Stop-Shop dafür sein." Und im dritten Schritt werde man stark auf Pilotprojekte setzen und "best practice"-Beispiele in die Fläche bringen.

Auf den Punkt gebracht: "Wir werden rasch und ressourcenschonend digitale Kompetenzen schaffen und das alles sehr zielgerichtet." Dafür hat sie sich hochkarätige Unterstützung geholt, im Verein "fit4internet" sind höchste Repräsentanten von Unternehmen wie Mondi, Infineon, A1, Siemens, Post, Raiffeisen, Moser Holding und viele mehr vertreten. Ein Kraftakt, solche Mitglieder zu bekommen? "Es war nicht schwierig, aber wir mussten es schon gut erklären", lächelt sie. Nachsatz: "Das Bewusstsein in der Wirtschaft ist sehr hoch, dass nur gemeinsam etwas geht." Letzte Frage: Was treibt Sie ganz persönlich an? "Das Thema betrifft alle Generationen, es ist eine tolle Aufgabe mit allen arbeiten zu können."

Infobox

"Kaffee Digital"
Hotline: 0800-22 10 55 (gebührenfrei, MO-FR von 10.00-14.00 Uhr)
Die Schnupperkurse „Kaffee Digital“ sind kostenfrei, werden ab 40 bis 50 TeilnehmerInnen für Generation 60+ Offliner - Personen mit wenig bis gar keiner Erfahrung mit dem mobilen Internet - durchgeführt.

Mehr unter www.fit4internet.at

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