ATSE: Eggenberg für die Ewigkeit

Bilder sagen mehr als tausend Worte: Auch dank Hansi Schilchers Fotoarchiv atmen die ATSE-Chronik-Leser Geschichte.
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  • hochgeladen von Christoph Hofer

Treffpunkt mit Hansi Schilcher im Brauhaus Eggenberg: Am Tisch hat die ATSE-Legende unzählige Schwarz-Weiß-Fotos aufgebreitet, die die 70-jährige Vereinsgeschichte des Grazer Eishockey-klubs eindrucksvoll illustrieren. Beim Durchblättern der anlässlich des Jubiläums erschienenen Chronik, die Schilcher mitgestaltet hat, wird klar: Der 65-Jährige lebt für diesen Verein, wie er im WOCHE-Interview unumwunden zugibt:

WOCHE: Ihr ganzes Leben ist mit dem ATSE bzw. ATUS verbunden. Wie hat alles begonnen?

Schilcher: Über das Kinderturnen bin ich bereits 1965 zum Eishockey gekommen. Meine beiden Brüder waren Tormänner, somit war der Weg eigentlich vorgezeichnet.

Können Sie sich noch an Ihr erstes Spiel in der Kampfmannschaft erinnern?
So als ob es gestern gewesen wäre. Wir haben am 2. Dezember 1970 in Klagenfurt 5:3 gewonnen, das war damals der allererste Sieg gegen den KAC.

Sieht man sich in der ATSE-Chronik den Zeitungsartikel zu dieser Partie an, stolpert man in der Aufstellung unter anderem über den Namen Voves ...
Der Franz Voves hat in etwa zur selben Zeit wie ich beim ATSE begonnen, war dann beim ersten Titel 1975 dabei und ist auch noch Obmann geworden.

Was man heute kaum glauben kann: Früher ist jeder Spieler einer geregelten Arbeit nachgegangen. Wie hat das alles funktioniert?
Wir sind einmal um 4:30 Uhr morgens aus Zell am See zurückgekommen, der Großteil von uns ist dann direkt arbeiten gegangen. Am Abend gabs das nächste Training. Wir haben sogar direkt nach einem Gastspiel in Russland trainiert, das war alles ganz normal.

Verändert hat sich nicht nur das Equipment der Eishockeyspieler, auch der Spielort ...
Angefangen hat alles im Hof der Koloniehäuser bei der Karl-Morre-Schule. Dort haben Hans Dobida und Co. den Eishockeysport salonfähig gemacht. Zuerst wurde in der Nacht das Eis aufgespritzt, wer mitgearbeitet hat, durfte tagsüber spielen. Im Jahr 1964/65 folgte der Umzug nach Liebenau. Der Traum, irgendwann wieder in Eggenberg zu spielen lebt aber sowohl bei ehemaligen als auch aktuellen Spielern.

Wie wehmütig werden Sie, wenn Sie an Zeiten wo ein Superstar wie Frantisek Tikal den ATSE-Dress getragen hat zurückdenken?
Jede Zeit hatte spezielle Spieler. Früher war es ja auch gang und gäbe, dass man mehrere Sportarten gleichzeitig betrieben hat. Ich selbst habe lange Jahre parallel beim ESK Fußball gespielt, dazu auch noch Faustball. Es war eine unglaublich schöne Zeit.

Ältere Semester werden beim Durchschmökern feuchte Augen bekommen. Wo kann man die Chronik erwerben?
Sie liegt bei allen Heimspielen auf, kann aber auch unter hockey@atse-eissport.at bestellt werden.

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