Der SK Sturm on Tour: Eine Busfahrt, die kann lustig sein

Karl Sprengnagel, die treue Seele: „Ich habe noch kein Auswärtsspiel verpasst, es macht so viel Spaß wie am ersten Tag.“
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  • hochgeladen von Christoph Hofer

Wenn nach einem Sturm-Sieg in der Merkur Arena aus Tausenden Kehlen das STS-Lied „Steiermark“ ertönt und die Spieler auf der Ehrenrunde vom Anhang so richtig gefeiert werden, wünscht sich wohl jeder Kicker, dass eine Bundesligasaison aus 36 Heimspielen besteht. Die Realität sieht freilich anders aus, satte 18 Mal pro Spielzeit müssen Deni Alar und Co. ihre Koffer packen, ehe es mit dem von der Firma Weiss zur Verfügung gestellten Mannschaftsbus in mehr oder weniger weit entfernte Winkel Österreichs geht.

In ganz Europa unterwegs

„Kaffeemaschine, eine Steckdose an jedem Platz und natürlich WLAN: Der Bus spielt schon alle Stückerln, ich fahre ja mit keinem Unterligaverein“, schmunzelt Karl Sprengnagel, der die „Blackies“ durch alle neun Bundesländer kutschiert. 37 Jahre lang hat der gebürtige Wiener als Busfahrer gearbeitet und begleitete dabei Hunderte Reisegruppen quer durch Europa, „von Kiew bis Gibraltar.“

Kilometerfresser

Mittlerweile lebt Sprengnagel bereits seit 25 Jahren in der Steiermark, beachtliche fünf Jahre fungiert er nun als offizieller Sturm-Busfahrer. „Ich habe auch noch kein einziges Match ausgelassen“, betont Sprengnagel nicht ohne Stolz. Kilometer sind jedenfalls schon einige zusammengekommen, allein in der heurigen Saison müssen Spieler und Betreuer über 8.500 Kilometer zwischen Mattersburg und Altach (nächster Gegner am Samstag, dem 2. Dezember) zurücklegen.

Siege verkürzen die Fahrzeit

„Natürlich ist es mühsam, von Graz nach Vorarlberg zu fahren. Heute können sich die Spieler dank Laptop, Smartphone und Co. aber eh ordentlich ablenken, sonst wird halt eine Runde Karten gespielt.“
Besonders kurzweilig gestalten sich die Reisen dann, wenn Sturm auswärts gewinnt. „Da kann‘s schon einmal lauter zugehen, da freut sich dann ja auch jeder mit.“ Leise war es zuletzt nach dem 0:5 in Salzburg. „Aber solche Spiele gibt es eh nicht viele.“

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