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Es gibt nur einen Verlierer: den Sport

Das runde Leder rollt nicht mehr zwischen Schladming und Bad Radkersburg: Die Saison 2020/21 wurde abgebrochen.
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Das lange Warten hat also ein Ende: Anfang der Woche hat der Steirische Fußballverband sich entschieden, sämtliche Amateurligen, von der Landesliga bis zur 1. Klasse, abzubrechen. Die Folge: Wie schon im Vorjahr gibt es keine Auf- und Absteiger. Begründung: Noch bis 19. Mai ist es laut Regierungsverordnung nicht erlaubt, Sport mit Körperkontakt auszuüben. Erst danach könnte – mit riesigen Auflagen – der Trainings- und Spielbetrieb starten. "Eine vernünftige Entscheidung", sagen die einen. "Das wird den Amateurfußball hart treffen. Wir sind dazu da, Fußball zu spielen", sagen die anderen. Nur zwei Meinungen, die die gespaltenen Lager repräsentieren. Eines steht zweifelsfrei fest: Die Verantwortlichen sind keineswegs zu beneiden und haben sich diese Entscheidung auch nicht leicht gemacht.

Spieler-Exodus als Gefahr

Hätten sich aufgrund der kurzen Vorbereitung zahlreiche Hobbyspieler, die tagein, tagaus einer geregelten Arbeit nachgehen, verletzt, dann wäre ein Shitstorm losgegangen. Dazu kommt die bis zuletzt unklare Situation mit Zuschauern: Jeder weiß heute, dass Unterhausvereine auch auf ihre Fans und deren Ausgaben in der Kantine angewiesen sind. Im Umkehrschluss muss man aber vor allem auch den Ärger jener Vereine verstehen, die um den Aufstieg spielen und im schlimmsten Fall nach 2020 ein weiteres Mal um die große Chance gebracht werden. Da wird von Seiten der Funktionäre viel Überzeugungsarbeit nötig sein, um die Sponsoren, die vielleicht selbst von Corona betroffen sind, bei der Stange zu halten. Auch ein Spieler-Exodus ist nicht auszuschließen. Der einzige wahre Verlierer dieser Entscheidung ist der Sport.

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