Fußball-WM: "Die Russen sind fußballverrückt!"

Ex-Blacky Darko Bodul spielt seit zwei Jahren in Russland.
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Wenn am morgigen Donnerstag die 21. Fifa Fußball WM im Olympiastadion Luschniki in Moskau eröffnet wird, blickt die ganze Welt nach Russland.
Von einer Chance für den russischen Fußball bis zu Rubel-Millionengrab – die Meinungen über über diese WM sind weit gestreut. Im Land selbst ist die Stimmung allerdings großartig, berichten Ex-Sturm-Kicker und jetziger Legionär in Russland, Darko Bodul und Jakob Jantscher, der ein Jahr in Moskau gespielt hat.

Chance für Russland

Bodul selbst spielt bereits seit zwei Jahren für Amkar Perm in der höchsten russischen Liga. Die WM sieht er als eine Möglichkeit für Russland. "Die Liga ist schon jetzt topprofessionell. Durch die WM sind jetzt noch extrem moderne und tolle Stadien da – es ist wirklich eine Weltklasse-Chance für den russischen Fußball, sich noch weiter zu verbessern", erklärt Bodul.
Auch Sturmkicker Jakob Jantscher, der ein Jahr für Dynamo Moskau tätig war, kommt ins Schwärmen: "Die russischen Fans sind extrem fanatisch. Die Stimmung in den Stadien ist immer auf positive Art aufgeheizt."

Euphorie auf den Straßen

Die Stimmung im Land sei laut Darko Bodul schon seit Monaten hervorragend: "Die Russen sind verrückt nach Fußball. Es ist zusammen mit Eishockey wirklich der Nationalsport. Die Leute können die WM kaum mehr erwarten!" Das würde man auch auf den russischen Straßen bemerken. "Die Russen haben schon in den letzten Monaten viele Fahnen auf ihren Autos oder Häusern befestigt, sie erwarten einiges von der Mannschaft, obwohl die Testspielergebnisse ja nicht so toll waren." Laut Jantscher, der noch zu einigen Funktionären seines Moskauer Ex-Vereins Kontakt hat, wäre für die Gastgeber aber schon das Überstehen der Vorrunde ein Erfolg: "Die Russen erwarten viel von ihrem Team, aber sie sind nicht unrealistisch. Der Einzug in die K.O.-Phase wird aber schon erwartet."

Große Vorfreude

Laut Bodul beschränkt sich die Euphorie nicht nur auf die Metropolen wie Moskau oder St. Petersburg. "Es gibt unzählige Public Viewings in ganz Russland. Auch in Perm, wo keine Spiele ausgetragen werden, sind die Menschen schon ganz aus dem Häuschen." Bodul selbst wird die WM nicht vor Ort verfolgen können, er ist mit seinem Team während des Großteils des Turniers auf Trainingslager in Slowenien. "Die Spiele schau ich mir natürlich trotzdem an – in dem Fall halt vor dem Fernseher und nicht in Russland", lacht der 29-Jährige. Auch Jantscher ist bereit für die WM: "Ich will so viele Spiele wie möglich sehen – die Vorfreude auf die WM ist wirklich schon riesig!" 

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