Grazer managt Ski-Weltcup
Vorm Ski-Weltcup in Killington: Ein Grazer sorgt für die Shiffrin-Show

Seit 1994 lebt der Grazer Herwig Demschar in den USA und hat unter anderem bei Olympia in Salt Lake City gearbeitet.
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  • Seit 1994 lebt der Grazer Herwig Demschar in den USA und hat unter anderem bei Olympia in Salt Lake City gearbeitet.
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Während Anfang dieser Woche die ersten Schneeflocken der Saison durch Graz tanzten, sieht die Sache an der amerikanischen Ostküste doch etwas anders aus. "Wir hatten zuletzt fast 40 Zentimeter Neuschnee, und das auf einer Seehöhe von nur 730 Metern", erzählt Herwig Demschar.
Warum der Schneefall für ihn so wichtig ist, lässt sich leicht erklären: Der gebürtige Grazer ist OK-Chef für die Damen-Weltcupbewerbe am kommenden Wochenende in Killington. Zum dritten Mal gastieren Bernadette Schild, Anna Veith und Co. im Bundesstaat Vermont. Im Gegensatz zu anderen Rennen im Land der Footballer und Baseballer sind sowohl Riesentorlauf als auch Slalom richtige Zuschauermagneten.

Seit 1994 in den USA

"Wir hatten gleich zur Premiere 2016 rund 30.000 Leute am Berg, im Vorjahr waren es 34.000. Kalkuliert haben wir mit 10.000 Fans. Das war ein Wahnsinn, sogar die FIS war überrascht", sagt Demschar, den die WOCHE telefonisch in Park City erreicht. "Ich lebe schon seit einiger Zeit mit meiner Familie in Utah, es ist super", sagt der Grazer, der Österreich 1994 in Richtung USA verlassen hat.
"Ich war damals Cheftrainer der ÖSV-Damen, nach dem Tod von Ulrike Maier in Garmisch habe ich aber Abstand gebraucht." Was folgte, war eine Karriere im US-Damen-Skiteam. "Mit Stars wie Picabo Street zu arbeiten, war richtig lässig. Medial kann man die Zeit aber nicht mit heute vergleichen. Damals hat sich die Presse überhaupt nicht für Skisport interessiert, das hat sich mit Lindsey Vonn natürlich verändert."

Shiffrin als Zugpferd

Verändert hat sich auch Demschar, der ab 1998 Teil des Organisationskomitees für die Olympischen Winterspiele in Salt Lake City war. "Ich fungierte bei den Spielen als Direktor für Alpin, Snowboard und Freestyle." An dieser Tätigkeit hat der leidenschaftliche Wintersportler so viel Gefallen gefunden, dass er auch im Vorfeld der Winterspiele in Turin und Vancouver seine Finger im Spiel hatte.
"Im Jahr 2010 bekam ich dann das Angebot, für die Firma Powdr Corp. zu arbeiten. Wir betreiben Skigebiete in Nordamerika, das macht irrsinnig Spaß." Diese Tätigkeit führte ihn auch nach Killington. "Ich habe den Hang gesehen und mir gedacht, da könnte man ein Weltcuprennen veranstalten." Der Rest ist eine einzige Erfolgsgeschichte, die Samstag und Sonntag fortgeschrieben werden soll. "Mikaela Shiffrin ist im Osten der USA aufgewachsen, sie wird wieder für Begeisterung sorgen."
Vergleichen kann man Rennen in Österreich und Amerika aber nicht. "In der Früh kommen die Leute und werfen den Griller an, schon um sechs Uhr haben mir die Fans Tee angeboten. So soll es auch heuer sein."

Seit 1994 lebt der Grazer Herwig Demschar in den USA und hat unter anderem bei Olympia in Salt Lake City gearbeitet.
Am Wochenende ist er wieder der Mann für alles in Killington.
Autor:

Christoph Hofer aus Graz

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