Start-Up-Zeitung 2021
Zuckerfrei im Extremsport und Unternehmertum?

Christoph Strasser (Mitte) und Jürgen Gruber (r.) im Interview mit Stefanie Stebegg von Absolutely Sugarfree (l.) über ihre persönliche Leistungsstärke.
  • Christoph Strasser (Mitte) und Jürgen Gruber (r.) im Interview mit Stefanie Stebegg von Absolutely Sugarfree (l.) über ihre persönliche Leistungsstärke.
  • Foto: Gabriel Boll
  • hochgeladen von Lisa Ganglbaur

Ein Beitrag vom Start-Up "Absolutely Sugarfree"

Christoph Strasser und Jürgen Gruber sprechen im Interview mit Stefanie Stebegg von Absolutely Sugarfree über eine zuckerfreie Ernährung im Extremsport und Unternehmertum, sowie ihre persönliche Leistungsstärke.

Der eine steht mit Gespür für gutes Design und schöne Bilder hinter der Kamera, der andere erbringt Höchstleistung vor der Kamera. Was Jürgen Gruber, passionierter Unternehmer und Geschäftsführer bei groox Filmproduktion GmbH und Christoph Strasser, österreichischer Ultra Radsportler eint, ist neben ihrer jahrelangen Freundschaft die gemeinsame Erfahrung und Zusammenarbeit beim ultralangen Radrennen Race Across America, bei dem Strasser als sechsmaliger Gewinner hervorgeht und Gruber die besten Momente im Film „Christoph Strasser – 377“ eingefangen hat.

Stefanie Stebegg: Zuckerfrei – Was ist eure Erfahrung damit?
Christoph Strasser: Zuckerfrei kommt bei mir nur selten vor, da ich eine gewisse Zuckermenge für die vielen verbrauchten Kalorien im Training benötige. Zu meinem täglichen Grundumsatz von ca. 2.000 Kilokalorien kommen zusätzlich 5.000 Kilokalorien im Training dazu, die ich verbrenne. Die müssen natürlich wieder zugeführt werden, um meine Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Allerdings greife ich in meiner 10-monatigen Trainingszeit im Jahr auf eine Low-Carb Ernährung zurück, die ich ein bis zwei Mal pro Woche mache. An den anderen Trainingstagen greife ich auf viele Kohlenhydrate zurück. Dabei halte ich den Anteil an Zucker gering, um Müdigkeitsphasen zu vermeiden, die oft nach dem Verzehr von Süßigkeiten folgen.
Jürgen Gruber: Ich habe einen zuckerfreien Lebensstil bereits ausprobeirt. Die Effekte daraus waren sowohl gereiztes Verhalten zu Beginn der Zuckerentwöhnung, die einem Junky ähneln, als auch sichtbare Ergebnisse in Form von Gewichtsverlust, ohne etwas an meiner Bewegung und Essensmenge geändert zu haben.

Hast du selbst bereits Erfahrung mit zuckerfreier Ernährung gemacht?

Wie schaut eure Ernährung aus, wenn ihr beim Training und Wettkampf/in der Arbeit beim Filmen und Produzieren seid?
CS: Im Wettkampf und vor dem Start stelle ich auf Flüssignahrung um. Ein Mix aus zwei Drittel Kohlenhydraten und einem Drittel Fett/Protein.
Im Alltag und in Trainingsphasen koche ich zu 99 Prozent selbst mit Gemüse aus dem Garten, Fleisch vom Biobauern, selbst gemahlenem Getreide. Generell versuche ich Zucker, Weizen und Milchprodukte zu reduzieren, da diese Produkte den Darm auf Dauer belasten. Als Belohnung nach einem harten Training gönne ich mir auch gerne kleine Naschereien.
JG: Mein Frühstück besteht aus einem Honigbrot, bevorzugt Dinkel oder Nurkorn (NurKorn-Brot besteht hauptsächlich aus Saaten und Körnern, Anm.). Im Büro esse ich seit drei Jahren vegetarisch und vegan und nichts Süßes. Dafür trinke ich gerne 3 bis 5 Kaffee pro Tag. Zuhause wird viel selber gesund gekocht, wobei ich auch relativ oft auswärts esse.


Welche Lebensmittel und Nährstoffe helfen euch besonders bei eurer Leistung als Extremsportler und Unternehmer?
CS: Ein Protein-Shake mit Beeren ist nach dem Training immer am Speiseplan, genauso wie Omega3 und Darmbakterien für eine gesunde Darmflora und Salz- und Magnesiumtabletten. Vor allem im Sommer, wenn man mehr schwitzt.
Zusätzlich zu einer hochwertigen Ernährung ist es sinnvoll, Nahrungsergänzungen zu sich zu nehmen, wenn man sich im Training verausgabt.

JG: Kaffee, wobei es weniger das Koffein ausmacht, sondern der Kaffee als Pause, die ich gerne mit Menschen verbringe. 
 Ich habe einen Wasserfilter, der Wasser basisch macht. Davon versuche ich viel zu trinken. Das gibt Energie.

Was ist eure Kunst, eurer Ziele diszipliniert zu verfolgen?
CS: Es zwischendurch auch loslassen zu können, um voll auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Ziele sind wichtig, aber manchmal bauen sie auch Druck, Erwartungshaltung und Blockaden auf. Ich liebe das, was ich tue. Wenn ich immer mein Bestes gebe, erreiche ich meine Ziele auch, ohne mich unter Druck zu setzen.
JG: Ich weiß genau, was es für ein Projekt braucht. Auch wenn die nächstmöglichen Schritte und Termine Monate entfernt sind, bin ich gedanklich guter Dinge, dass sie sich realisieren. Die Arbeit und laufenden Projekte funktionieren dann mit Leichtigkeit und unbewusst. Natürlich geht es immer disziplinierter und erfolgreicher. Ich mache meine Arbeit gewissenhaft und liefere verlässlich.

Was ist euer Game Changer in eurem Mindset?
CS: Die Summe aus vielen kleinen Details machen das große Ganze aus. Dabei kommt es auf die langfristige Sichtweise an. Nicht ein Game Changer bringt plötzlich die Wende zum Guten, sondern Kontinuität und Geduld.
JG: Der Film „Game Changer“. Von einer Sekunde auf die andere habe ich nie mehr Fleisch und kaum tierische Lebensmittel gegessen. Im Sport wurde ich innerhalb von Wochen enorm besser. Das war wie natürliches Doping.
Mein Mindset änderte sich auch völlig, als ich mein erstes Kind bekommen habe. Plötzlich sind andere Dinge wichtig, die mich berühren und bewegen. Mir ist es wichtig, Zeit mit den Kindern zu verbringen und die Zukunft, welche wir den Kindern hinterlassen.

Wie Start-Ups zu WOCHE-Redakteuren werden
Am Weg zum zuckerfreien Leben

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