20 Jahre im Geschäft
Bei der "Steiermärkischen" haben Start-ups schon lange Tradition

Mit Erfahrung und Verantwortung: Oliver Kröpfl und die "Steiermärkische" sind für viele Gründer erster Ansprechpartner.
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  • Foto: C. Strobl
  • hochgeladen von Roland Reischl

Während andere Unternehmen erst spät auf den Trend aufsprangen, hat die Steiermärkische Sparkasse hier schon eine 20-jährige Tradition. Vorstandsdirektor Oliver Kröpfl im Gespräch über diesen spannenden Geschäftsbereich.

Man darf es getrost sagen: Die "Steiermärkische" hat die Zeichen der Zeit erkannt und den weltweiten Start-up-Hype bestens antizipiert: Bereits 2001 hat das heimische Bankinstitut ihr "Gründercenter" ins Leben gerufen. "Das ist für uns kein Zeitgeist-Thema, wir haben damit eine klare und glaubwürdige Positionierung", bekräftigt Vorstandsdirektor Oliver Kröpfl.

Drei Angebote an die Start-ups

Aus dieser langen Erfahrung hat man ganz konkret drei Angebote an die Gründerszene parat: "An erster Stelle steht die Beratung. Und  da geht es nicht in erster Linie um Bankprodukte, sondern viel mehr darum gute und wichtige Fragen zu stellen, was den Gründungsprozess angeht", legt Kröpfl Wert auf umfassende Information. Im zweiten Schritt stellt man dann ein breites Netzwerk zur Verfügung, einerseits an potenziellen Investoren, andererseits an Institutionen, die in dieser Phase unterstützen können. Erst wenn diese beiden Hürden genommen sind, geht es tatsächlich um die Finanzierung. "Wenn sie möglich und sinnvoll ist", ergänzt Kröpfl. Denn: "Gründer haben eine große Begeisterung in sich. Diese wollen wir nicht bremsen – aber das Projekt konkretisieren und den Finger auf wunde Punkte legen." Man könne sich das wie eine Trichterfunktion vorstellen, die im besten Fall schlussendlich zur Gründung führt.

Unterstützung am Weg

Natürlich lässt man Jungunternehmer auf ihrem weiteren Weg nicht allein. Man unterstützt mit Businessplänen, merzt das eine oder andere Defizit in den Bereichen Marketing und Vertrieb aus, hilft beim Schutz der Idee. Klar ist aber auch: "Gründen ist beinharte Arbeit, die über einen längeren Zeitraum möglicherweise wenig einbringt. Es geht da auch darum Menschen aus ihrer mentalen Komfortzone herauszuholen", stellt Kröpfl klar.
Dazu gehört auch, dass man sich die Geschäftsidee gut durch den Kopf gehen lässt, denn: "Viele Gründungsversuche  basieren nicht auf einer Idee, sondern entstehen aus einer Notlage." Oft funktionieren diese Modelle dann nicht, da ist die "Steiermärkische" ganz bewusst vorsichtig. "Anderen Banken unterstützen da vielleicht schneller, das ist nicht unser Stil, wir übernehmen mit der Finanzierung auch Verantwortung."

Guter Gründer-Standort

Für alle, die das Wagnis angehen, ist der Standort jedenfalls ein guter. "In Graz und in der Steiermark haben wir durchaus eine gründerfreundliche Stimmung, auch in der Zusammenarbeit mit Land, Stadt, der IV oder er steirischen Wirtschaftsförderung", sieht Kröpfl den Boden gut aufbereitet. Was fehlt noch? "Jene Menschen, die bereit sind, in Start-ups zu investieren, sind derzeit noch ein elitärer Kreis. Wir müssten in Österreich eine breitere Basis an potenziellen Investoren schaffen." Die Bandbreite der Möglichkeiten wäre jedenfalls hoch: "Wir haben viele großartige Start-ups, etwa im b2b-Bereich – da sind es oft Mini-Teams, die eine Branche nachhaltig verändern." Aber auch im Bereich der Nachhaltigkeit, der Landwirtschaft oder Humanmedizin ist das Innovationspotenzial in der Steiermark hoch. Und was macht für Kröpfl neben der wirtschaftlichen Komponente den Start-up-Bereich aus? "Es ist schön, Dinge zu begleiten, die einen positiven Impuls für unser Leben haben."

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